Das Zeitalter der Industrie



Am günstigsten ist die Pipeline. Ein Ölpreisdiktat aus Moskau kann gleichwohl kaum ausgeübt werden. Damit erübrigt sich die Frage nach seinem Preis.

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Brent-Öl nach dem Crash: JPMorgan wird beim Ölpreis konkret: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen Alle: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören. Datum Schlusskurs Eröffnung Tageshoch Tagestief Aktueller Ölpreis in Dollar Brent je Barrel. Forward Curve Ölpreis Brent. Zudem verfügt das Kartell über drei Viertel der globalen Erdölreserven, wodurch es der OPEC zudem möglich ist - über den eigenen Bedarf hinaus - einen wesentlichen Teil des Ölbedarfs weiterer Länder zu decken.

Nicht zuletzt sollen zudem die eigenen Erdöl-Gewinne sichergestellt werden. Zertifikate auf Ölpreis WTI. Erwartungen Seitwärts Steigend Fallend. Der Ölpreis ist mit Abstand der wichtigste Wert an den Rohstoffmärkten.

Getrieben wird er sowohl von der steigenden Nachfrage in Schwellenländern, als auch von dem knappen Angebot. Eine Konsequenz der Suezkrise war das Aufkommen der Supertanker: Das Überangebot führte zu sinkenden Preisen - noch verstärkt dadurch, dass die Sowjetunion Öl zu Billigpreisen exportierte, um an Devisen für Maschinen und Lebensmittel zu kommen.

Neue Ölvorkommen wurden in Gabun, Algerien und Libyen entdeckt. Öl wurde billiger als Kohle: Industrien, die nicht auf Öl setzten, drohten ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, Haushalte stellte auf Ölheizungen um. Die Autoindustrie war zum Schlüsselelement des industriellen Aufschwungs geworden. Die Förderländer nutzten ihre neue Bedeutung, um die Preise zu erhöhen: In Japan wurde sogar Toilettenpapier gehortet. In Deutschland gab es vier autofreie Sonntage und es wurde ein bald wieder aufgehobenes Tempolimit auf Autobahnen eingeführt.

Der Preis führte zu wirtschaftlichen Problemen in allen Industriestaaten: Die Ölpreise begannen, leicht zu sinken, das Wirtschaftswachstum kehrte zurück - von bis wuchsen Wirtschaft und Ölverbrauch in den Industrieländern um etwa vier Prozent. Panikkäufe verstärkten die Knappheit noch; auf dem Spotmarkt stiegen die Preise auf das Doppelte der offiziellen Preise. Sie sollten in der Folge von 13 auf 34 Dollar pro Barrel steigen. Als die Krise schon fast überwunden schien, nutzte der Irak den Ansehensverlust, den der Iran durch die islamische Revolution in der Welt und bei seinem ehemaligen Beschützer USA erlitten hatte, zu einem Krieg gegen seinen alten Erzfeind: Er zielte auch auf das Herz der iranischen Ölproduktion; und ebenso zielte der Iran bei seinen Gegenoffensiven auf die irakische Ölproduktion, die dadurch nahezu ausfiel.

Der Ölpreis stieg bis auf 42 Dollar pro Barrel. Insgesamt nahm die Effizienz der Ölnutzung in den Industriestaaten zwischen und um 32 Prozent zu, beim Vorreiter Japan gar um 51 Prozent. Nicht einmal in den Verbraucherländern waren alle glücklich darüber: Der niedrige Preis würde die Anstrengungen zur Einsparung wieder zunichte machen und die Abhängigkeit zurückkehren lassen.

Im August kam es zum Waffenstillstand im Krieg zwischen Iran und Irak, der Ölnachschub schien endgültig wieder sicher zu sein. Im August marschierte der Irak in Kuwait ein.

Hussein glaubte, die Welt werde die Invasion in Kuwait hinnehmen. Bereits im Februar zogen sich die irakischen Truppen wieder zurück - nicht ohne noch über kuwaitische Ölquellen in Brand zu setzen. Im Irak kam es zwar zu brutal niedergeschlagenen Aufständen von Schiiten und Kurden, aber nicht zur von der Allianz erhofften Absetzung von Saddam Hussein; die Situation im Nahen Osten blieb weiter angespannt.

Die Preise sanken dennoch wieder; in den Industriestaaten erreichten Börsen und Unternehmensgewinne Rekordmarken. Nach den Terrorangriffen vom Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen hergestellt. Nach einem Monat war der Irak militärisch besiegt; zur Ruhe gekommen ist das Land bis heute nicht - und die Erdölförderung liegt weit unter dem technisch Möglichen.

Steigende Preise Seit Ende steigen die Ölpreise wieder an: Im Unterschied zu früheren Krisen gibt es diesmal keine eindeutige geopolitische Ursache: Zwar gibt es einige Krisen die immer noch eingeschränkte Förderung im Irak, Aufstände in Nigeria, politische Steuerung der Erdölförderung in Russland und Venezuela , aber die wichtigste Ursache ist: Die Produktion hält mit der Nachfrage nicht Schritt. Die Jagd nach Öl, Geld und Macht. Umfassende, spannend geschriebene Geschichte des Erdöls bis zum Golfkrieg nur noch antiquarisch zu erhalten.

Mehr zum Thema Energie auf diesen Seiten: Strategien für die Zukunft: Das Hauptfördergebiet der Niederlande besteht aus tiefliegender Kohle des Karbon, die durch einen natürlichen Verkokungsprozess in Gas umgewandelt wurde.

Das Gas stieg auf und setzte sich in höherliegenden Gesteinsschichten aus dem Perm und teilweise Sandstein aus der Trias ab. Salzschichten aus dem Perm bildeten oft einen Abschluss nach oben. Die niederländischen Regierungen verfolgten von Anfang an eine Politik des langsamen Verbrauchs. Die Unternehmen produzierten weit weniger Gas, als technisch und ökonomisch möglich gewesen wäre, um den Bestand der Vorräte länger zu erhalten.

Die Gesteinsschichten, die im niederländischen Sektor Gas beinhalten, setzen sich weiter nach Osten fort und liegen auch unter Deutschland. Hier allerdings handelt es sich um schon lange erschlossene Festlandsvorräte.

Diese Vorräte sind vergleichsweise klein und haben keine Auswirkungen auf den internationalen Ölmarkt. Die Kosten für den Markteintritt sind selbst für die kapitalintensive Branche sehr hoch. Die Umweltbedingungen insbesondere in der nördlichen Nordsee stellen hohe Anforderungen, Sicherheits- und Umweltstandards in europäischen Gewässern sind vergleichsweise hoch, und das Risiko, nichts zu finden, ist im Vergleich zu anderen Öl- und Gasgebieten hoch.

Die Summen müssen einige Jahre bereitgestellt werden, bevor ein Feld ausreichend produziert, um kostendeckend und dann mit Gewinn zu arbeiten, [24].

Aufgrund der Randbedingungen waren die Förderoperationen in der Hochzeit des Nordseeöls Ende der er Jahre vergleichsweise konzentriert. Zwar hielten allein im britischen Sektor insgesamt Unternehmen Lizenzen, nur 75 davon produzierten tatsächlich Gas oder Öl. Seit den späten er Jahren sind zwei gegenläufige Trends erkennbar: Auf der anderen Seite bieten die technisch anspruchsvolleren Bedingungen auch zahlreiche Möglichkeiten für hochspezialisierte kleinere Unternehmen, die bestimmte Nischen besetzen können.

Während sich im britischen Sektor seit zahlreiche kleinere Unternehmen etablieren konnten, hat im norwegischen Sektor seit eine Zentralisierung stattgefunden.

Die Ölförderung in der Nordsee ist vergleichsweise aufwändig. Das Wetter der Nordseeregion stellt hohe Anforderungen an das Material. Ein dominantes Hoch über den Azoren und ein dominantes Tief über Island sorgen für instabiles Wetter.

Offshore-Bauarbeiten sind so nur in den Sommermonaten möglich. Die Öl- und Gasvorräte befinden sich meistens mehrere Kilometer unter dem Meeresboden.

In der Nordsee befindet sich nur eine internationale Pipeline für Rohöl. Weit umfangreicher ist das Gasnetz. Allein von den norwegischen Bohrinseln aus liegen 8. Auswirkungen auf die Umwelt durch die Öl- und Gasförderung manifestieren sich in zwei verschiedenen Formen. Zum einen ist da starke, aber zeitlich begrenzte Verschmutzung, wie sie durch vereinzelte Katastrophen zustande kommt, zum anderen gibt es langfristige Effekte.

Diese sind quantitativ deutlich geringer als konkrete Katastrophenfolgen, dauern jedoch teilweise über Jahrzehnte an. Im April flossen Der Öltanker Braer sank vor Shetland, die See war aber so schwer, dass der Seegang das Öl so gründlich im Wasser verteilte, dass nur minimale Umweltschäden feststellbar waren.

Jährlich gelangen durch die Förderung etwa 9. Es kommt entweder durch Lecks in den Förderanlagen dorthin oder durch Verschmutzungen im Herstellungsprozess, bei dem auch Meerwasser gefördert und gereinigt ins Meer zurückgeleitet wird. Die Menge liegt damit wahrscheinlich aber erheblich unter der, die illegal durch Schiffe ins Meer abgelassen wird; gerade die Ölteppiche, die Meeresvögel an den Küsten bedrohen, kommen selten von Bohrinseln, da diese zu weit von der Küste entfernt liegen, das Öl sich bis zur Küste bereits verteilt oder auf den Meeresgrund sinkt.

Im Sediment lagern sich durch On- und Offshoreaktivitäten organische Materialien und Kohlenwasserstoffe an. Die Biomasse im Benthos hat sich in den letzten Jahrzehnten im Umfeld der Öloperationen stark erhöht.

Die ökonomische Bedeutung des Nordseeöls schwankt stark, da sie von den volatilen Ölpreisen ebenso wie von der Fördermenge abhängt. Jahrhundert sanken die erschlossenen Reserven zwar weiter, durch die stark anziehenden Preise wurde es für Firmen und Regierungen in den letzten Jahren wieder lohnender, in die Nordsee und den Kontinentalschelf zu investieren.

Seit den ersten Erdgasentdeckungen in der Nordsee in den späten er Jahren beschloss das norwegische Parlament vergleichsweise restriktive Gesetze bezüglich Exploration und Öl-Produktion, um negative Auswirkungen der Ölförderung auf die anderen Wirtschaftssektoren zu vermeiden. Erst beschloss das Storting einen Teil von Statoil an internationale Unternehmen zu verkaufen. Durch die staatlichen Bemühungen, einen einheimischen Ölsektor zu unterstützen, konnten zahlreiche Unternehmen entstehen, die im Ölförderprozess beteiligt sind.

In Norwegen selbst sind etwa Unternehmen in die Öl- und Gasproduktion eingebunden. Im Vereinigten Königreich fielen die Ölfunde in eine Zeit, in der sich die britische Wirtschaft sowieso von Kohle auf Öl als Hauptenergieträger umstellte. Dort gaben die Ölfunde der Autonomiebewegung Rückhalt. Die schottische Wirtschaft befand sich in den er Jahren im Rückgang, und ein starkes Argument gegen eine schottische Unabhängigkeit war, dass Schottland allein ökonomisch nicht überlebensfähig wäre.

Das änderte sich mit den Ölfunden, die im britischen Sektor vor allem östlich und nördlich der schottischen Küste waren.