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Es ist als seien Zärtlichkeit und Sex zwei absolut unvereinbare Dinge.

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Wichtig dabei war und ist es, dass man sich auf alle verlassen kann mit Zu- und Absage und noch eines ist erwähnenswert: Es wurden immer wieder auch Erziehungs- und Bildungsthemen, Glaubensfragen und Gesellschaftliche Aktionen aufgegriffen und verschiedenes umgesetzt.

Zuvor jedoch fand im eigenen Kreis ein kindgerechter und altersgerechter Kinderfasching innerhalb der Gruppe statt. Hier gab es dann noch ganz andere Möglichkeiten mit Spielen, an denen die Eltern mitwirkten. Aus dem Erlös von Veranstaltungen wurden mehrere Spenden an soziale Projekte getätigt. Viele Ausflüge, eine Waldweihnacht, eine besondere Jesusgeschichte vor Ostern und diverse Bastelnachmittage rundeten die Jahresprogramme ab.

Und wenn das Wetter bei einem Ausflugstermin nicht mitspielte, dann musste das Treffen nicht ausfallen, denn dann gab es eine Ersatzprogramm mit einem Hallenbadbesuch.

Wir wollten eben ein zusätzliches Angebot machen zu den bestehenden Mutter-Kind-Gruppen, die vormittags ohne Väter ein Treffen anbieten. Die Männer waren dann nicht irgendwo beim Arbeiten, auf der Baustelle oder im Garten. Die Kinder, die anfangs ungefähr im gleichen Alter waren, hatten ihren Mittagsschlaf hinter sich und alle konnten dann kommen.

Dabei sahen die Familienkreismitglieder schöne Fotos von diversen Zeltlagern an der Donau, am Höfererweiher und in Sattling bei Winzer.

Mittlerweile hat sich die Gruppe verändert und damit auch das Programm, da die Kinder fast gar nicht mehr dabei sind, da sie ihren eigenen Weg gehen und das ist auch richtig so. Das Programm hat sich immer mit dem Alter der Kinder verändert. Im Jubiläumsjahr und zum Brunch kamen jedoch sehr viele Kinder mit ihren Partner, Ehepartner und sogar mit einem Enkelkind.

Mittlerweile gibt es bisher drei Enkelkinder in der Gruppe. Mit einem Jubiläumsgruppenfoto und dem durchschauen der Chroniken endete der Frühstücksbrunch im Kolpinghaus. Am Montag, den 7. Januar trifft sich die Truppe zum Elternabend jedoch schon wieder, um die Jahresplanung auszuarbeiten.

Er dankte ihm für seine Bereitschaft, das Amt des Präses anzunehmen. Er ermunterte die anwesenden Mitglieder im Sinne Adolph Kolpings: Nun haben wir mit Diakon Zauner eine langfristige Lösung. Neu-Präses Thomas Zauner dankte allen für die freundliche Aufnahme.

Vorsitzender Steiner überreichte Urkunden und kleine Präsente. Diese Initiative geht auf den Verbandsgründer Adolph Kolping zurück, der, bevor er die Berufung, Priester zu werden, in die Tat umsetzte, den Beruf des Schuhmachers erlernt hatte.

Drei Viertel der Bevölkerung dort leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Es kam eine Summe von Euro zusammen. Deshalb werden immer zwei Arbeitnehmervizepräsidenten von der Vollversammlung gewählt.

Kathrin Zellner ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört seit der Vollversammlung der Handwerkskammer an. Seit ist sie im Kammer-Vorstand tätig.

Als Nachfolgerin von Franz Greipl, der auch ihr Mentor war und knapp 25 Jahre das Vizepräsidentenamt ausübte, hat sie sich inzwischen gut in das vielfältige Aufgabenfeld eingearbeitet.

Das Präsidium, dem neben dem Präsidenten die fünf Vizepräsidenten angehören, werden alle wichtigen Aufgaben der Handwerkskammer vorbereitet und abgeklärt und Vertretungen abgesprochen. Wichtig ist mir auch den Kontakt über unsere Kammer hinaus zu halten. Deshalb finden vor allen Vollversammlungen der Handwerkskammer abendliche Vorbesprechungen statt, in der alle Tagesordnungspunkte erörtert und Positionen festgelegt werden.

Damit ist die Arbeitnehmerseite, so Zellner, in der Regel besser auf die Organsitzungen vorbereitet, als die Arbeitgeber. Ein besonderes Anliegen dabei ist es, dass die Stellvertreter an diesen Vorbereitungssitzungen teilnehmen, damit diese stets in die Arbeit eingebunden sind. Darüber hinaus organisieren die beiden Vizepräsidenten jährlich eine zweitägige Klausurtagung, bei der aktuelle handwerkspolitische Themen auf der Tagesordnung stehen. Sowohl bei den Vorbereitungen, wie auch bei den Klausurtagungen sind die verbandlichen Vertreter von Kolping und DGB dabei, sodass der Verband über die aktuelle Arbeit in der Handwerkskammer informiert ist und gleichzeitig Kolping und DGB auch ihre Themen den Vertretern nahebringen können.

Positiv sieht die Kammervertreterin ihr Wirken im Passauer Diözesanvorstand, dem sie seit angehört. Dort wurde den Kindern das Friseur-Handwerk nahegebracht und die Kinder konnten sich an Übungsköpfen und an künstlichen Fingernägeln beweisen.

Pater Nelson gestaltete sodann eine kleine Andacht. Er stellte dabei fest, dass der Adventskranz ein Zeichen der Hoffnung sei. Der Grund ist Weihnachten und die Geburt Christi, auf die wir warten.

Bildungswerk-Vorstand Harald Binder konnte den Kursteilnehmern, die als Berufstätige die mutige Entscheidung getroffen haben, sich neben Beruf und Familie erfolgreich weiterzubilden. Mit der heutigen Aushändigung der Zeugnisse beginne ein neuer Lebensabschnitt und er hoffe sehr, dass sich die in die duale Weiterbildung investierte Zeit auch lohnend auf die weitere berufliche Entwicklung auswirke.

Ebenso stand auf dem Lehrplan das Fach Volkswirtschaftslehre, in dem alle Teilnehmer eine spezifische Facharbeit anfertigen mussten. In ihrem weiteren Kursrückblick stellte sie die einzelnen Teilnehmer vor und untermalte ihre Ausführungen mit Anekdoten aus dem Kursverlauf und wagte mit einem Business-Horoskop für jede Absolventin einen Blick in die Zukunft. Als Lehrgangssprecherin hob Katrin Hastetter die Leistung hervor, sich trotz privater und beruflicher Verpflichtungen auf das Studium einzulassen, eineinhalb Jahre präsent zu sein und im Selbststudium zu lernen.

Sie dankte dabei auch den Familien der Absolventinnen, die durch ihre Unterstützung den Erfolg erst möglich gemacht haben. Der Vorsitzende des Bildungsbeirates, Gerhard Alfranseder, würdigte die Leistungen der Absolventinnen und der Kolping-Akademie, die nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Persönlichkeitsbildung vermittle. Ein besonderes Dankeschön richtete er an die Dozenten der Kolping-Akademie für ihren unermüdlichen Einsatz. Musikalisch umrahmt wurde die Feierlichkeit von Michael Handwerker mit seiner Sologeige.

Mit selbstgebackenen Kuchen und Torten zum dortigen Verzehr bzw. Bereits am Freitagnachmittag war die Kolpingjugend gefordert die Waren anzunehmen und die rund Artikel nach verschiedenen Kategorien auf den Tischen anzuordnen Nachdem am Abend wieder alle "Restwaren" bzw.

Silvia Gradwohl freute sich die Spielr entgegenzunehmen, damit kann sie wieder einige Kinder glücklich machen, deren Eltern sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können. Im Jubiläumsjahr gibt es zahlreiche Veranstaltungen mit Besonderheiten. Zunächst gab es Kaffee und Kuchen, bevor zwei Gruppen eingeteilt wurden. Spielleiter Kurt Köhlnberger erläuterte das Spielsystem in dem es beim 1.

Spiel um einen Punkt ging und die Spannung von Spiel zu Spiel mit einem weiteren Punkt gesteigert wurde. Die Sache war manchmal so lustig, dass die Treffen somit um einiges bereichert wurden. So dauerte es manchmal lange, aber alle Zettel mit den Beschriftungen wurden doch noch gefunden.

Jetzt kam es darauf an, wer von den Gruppenmitgliedern die zusammengesetzten Buchstaben als Lösungswort als erster erkannte. Jeder Buchstabe ist in Wirklichkeit um einen Buchstaben vor dem Alphabet zu ersetzen. Nach einer guten Minute hatte eine Teilnehmerin die richtige Lösung parat.

Sherlock Holmes hätte an diesem Rätsel sicherlich seine Freude gehabt. Dies war eine besonders interessante Sache, da die Gruppe so viel Schönes erlebt hat. Alle Fotos wurden schnell erraten, aber die Bilder wurden noch lange bestaunt, da so viel Interessantes von Früher zu sehen war.

Falsche Antworten waren auch darunter und so ging der Punkt an die Gegnermannschaft. Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist ein ausgiebiger Frühstücksbrunch im Kolpingsaal am Sonntag, den 30 Dezember. Ottmar Dillenburg mit dem internationalen Kolping-Ehrenzeichen gewürdigt wurde.

Aus dem Bistum Passau ist darin die Kolpingsfamilie Osterhofen mit ihrer Familienarbeit und der Aktivitäten des diözesanen Familienreferenten Kurt Köhlnberger enthalten. Diese historische Versammlungsstätte hat auch für das Kolpingwerk insoweit eine Bedeutung, weil am Mai als Kolping die Kolumbaschule für sein weltweites Kolpingwerk gründete, am selben Tag Karl-Marx im überfüllten Gürzenich sprach.

Im letzten Rechenschaftsbericht von Thomas Dörflinger konnte er diese erfreuliche Entwicklung des Kolpingwerkes aufzeigen. Auch die finanzielle Situation ist aufgrund der gegründeten Gemeinschaftsstiftung positiv. Im Mittelpunkt der weiteren Ehrungen stand wiederum eine Frau und eine Institution. Barbara Stamm ist seit über 40 Jahren Kolpingmitglied und hat sich in verschiedene Weise als soziales Gewissen immer wieder in den Verband eingebracht und sich insbesondere in ihrem Diözesanverband Würzburg engagiert.

Diese Auszeichnung erhalten Persönlichkeiten und Organisationen, die sich nachhaltig für das Gedankentum Adolph Kolpings einsetzen. Beschäftigten und knapp Das Handwerk verbindet Innovation und Tradition. Nachdem das Kolpingwerk als ehemaliger Gesellenverein aus dem Handwerk erwachsen ist, gibt es heute noch eine lebendige Verbindung, die auch durch die Mitwirkung der Arbeitnehmer in den Kammergremien deutlich wird.

Das ist unser Selbstverständnis vom ehrbaren Handwerk, das Werte schafft und Werte lebt. Optimistisch und engagiert arbeiteten die Delegierten der Herbst-Diözesankonferenz der Kolpingjugend im Bistum Passau für eine gute Zukunft in der Jugendherberge Burghausen.

Eingangs hatte Diözesanpräses Peter Meister die Leitungsverantwortlichen aus den Kolpingsfamilien aufgefordert sich vielfältig in das Leben in der Pfarrgemeinde einzubringen. Für die verbandliche Kommunikation und Werbung wurde ein Konzept mit Newsletter und neuer Internetseite beschlossen. Eine Arbeitsgruppe soll bis zur nächsten Diözesankonferenz ein Konzept für die praktische Umsetzung erarbeiten.

In die Jahresplanung integriert die Kolpingjugend wieder eine sehr hochwertige Gruppenleiterausbildung. Die traditionelle Pfingstfreizeit findet in der zweiten Pfingstwoche statt.

Weitere diözesane Angebote und regionale Aktivitäten runden das Angebot für ab. Die zwölfköpfige Gastgruppe aus dem Partnerland Uruguay erkundete im Jahr der Partnerschaft verschiedenste Orte im Bistum Passau. Dort konnten die uruguayischen Jugendlichen verschiedene Berufsfelder erkunden und sich vom pädagogischen Konzept des Hauses überzeugen. Zum Abschluss der Diözesankonferenz sprach Diözesanvorsitzender Gerhard Alfranseder den Dank an alle Leitungsverantwortlichen in der Kolpingjugend aus und bat auch weiterhin so engagiert mitzuarbeiten.

Besonders lobte er das Jugendbegegnungsteam um Klaus Herrndobler, die mit der tätgigen Jugendbegegnung zum Verständnis unserer Partnerschaftsarbeit beigetragen haben. Eingangs wurde ein Blick auf die Erfahrungen in der Kindheit der Teilnehmer geworfen. Da kamen manche schönen Erinnerungen zum Vorschein: Mit diesen Kindheitserinnerungen kam Freude auf und die Dankbarkeit war zu spüren. In einem weiteren Schritt wurde darauf geschaut, was es leichtmacht bzw.

Ganz entscheidend ist aufmerksam im Hier und Jetzt zu sein. Die Welt ist so reich an Gelegenheiten sich zu freuen und dankbar zu sein. Es braucht nur etwas Aufmerksamkeit! Als besonders hilfreich stellte der Referent Rituale am Morgen und Abend dar. Beginne ich den Morgen mit einem Gebet, so wird mein Bewusstsein gestärkt, dass mir ein neuer Tag geschenkt wird.

Nachrichten und Mails können da gerne warten und sind später dran. Am Abend, so Martin Rasch, kann es helfen, dankbar auf den Tag zu schauen und zwei oder drei Punkte festzuhalten, die Freude gemacht haben oder überraschend waren. Rituale und Gewohnheiten helfen die Dankbarkeit als Haltung und Einstellung einzuüben. Der Frage wurde nachgegangen, wo es Schwierigkeiten mit Dankbarkeit gibt.

Besonders schwierig ist es auch, wenn Dankbarkeit mit Abhängigkeiten verknüpft wird. Wie kann man in schwierigen Situationen wie Ärger oder Frust dankbar sein? Mit einem Filmausschnitt von Br. David Steindl-Rast wurde dieser Frage nachgegangen und sein Impuls aufgegriffen: Dies bedeutet, so der Referent: David drückt es so aus: Abgerundet wurde das Thema mit einem Blick in die Bibel.

Es gibt unzählig viele Stellen zum Danken, ganz besonders bei den Psalmen, so der Referent. Auch hier gab es interessante Erkenntnisse und manche Neuentdeckung.

Jeder Tag ist neu geschenkt, ist ein neuer Anfang, den Gott mit uns macht. Ein dankbarer Teilnehmerkreis ist am Sonntag erfüllt und reich an neuen Erfahrungen und Eindrücken zufrieden nach Hause gefahren.

Bei angenehmen Temperaturen machten sich rund 40 Helfer und Helferinnen der Kolpingsfamilie Landau am Samstagvormittag, dieses Mal vom Volksfestplatz aus, auf um die von der Bevölkerung zahlreich bereitgestellten Papierbündel und Kleidersäcke einzusammeln. Hier wurde das Sammelgut in den bereitgestellten Container bzw. Auch die Kolpingsfamilien Pilsting und Wallersdorf brachten ihr Sammelgut zur Verladestation in Landau und so waren am Ende der Sammlung sowohl der Altpapiercontainer als auch der Lastwagen für die Altkleider bis oben gefüllt.

Einzigartige Naturaufnahmen mittels Fotoausrüstung konnten die Besucher des Vortrages bestaunen. Unsere Heimat, die Donau, ist in unmittelbarer Nähe ein wahres Naturjuwel, das vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen kleinen Platz zum Überleben bietet. Von der Isarmündung bis Vilshofen und darüber hinaus erlebten die Zuhörer ein wirkliches Naturspektakel, denn auch die Luftaufnahmen gaben einen ungewohnten Anblick und ein überaus imposantes Farbenspiel frei.

Franz Stern, der 2. Herr Baumgartner erläuterte eingangs wie er zu seinem Hobby der Photographie gekommen ist. Dies begann mit 14 Jahren mit dem Fischen an der Donau sowie mit dem beobachten und fotografieren von Vögeln.

Herr Baumgartner, der in Hofkirchen wohnt und in Sattling bei Winzer arbeitet, ist vor allem am Wochenende in den frühen Morgenstunden unterwegs um tolle Aufnahmen machen zu können. Einen Buntspecht zu fotografieren ist eher möglich, als ein Blaukelchen vor die Linse zu bekommen.

Geduld ist allemal erforderlich, aber auch eine sehr gute Fotoausrüstung. Die Nahaufnahmen nahmen die Besucher in den Bann. Auch von der Pflanzenwelt wurden wunderbare Aufnahmen gezeigt, so wie von der Sumpfdotterblume, Küchenschelle, Schlüsselblume und vom Blaustern. Die Kiesbänke würden bei zu langsamem Wasserverlauf versanden oder mit Schlamm überdeckt werden, so Baumgartner.

Ein dramatischer Rückgang der Wiesenbrüter wurde angesprochen. So gab es im Jahr noch 90 Paare vom Brachvogel und heuer sind es nur noch ca. Auch die Feldlerche, Rotschenkel, Uferschnepfe und der Kiebitz sind stark gefährdet. Von der Mühlhamer Schleife bis zur Donaubrücke und Nahe Arbing ist die Donau zum Naherholungsgebiet geworden, das viele Menschen aus dem weiten Umkreis ebenfalls anzieht. Weiter ging es mit einem Sonnenaufgang im Sommer an der Donau, wenn um 5 Uhr morgens der Frühnebel durchdrungen wird.

Zu den Sommerimpressionen gehörte aus das Johanniskraut und Distelfalter waren zu sehen. Mit dabei war der Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger, Schlagschwirl, die Rohrammer, Zwergdommel und in unserer Gegend auch das Blaukelchen, das in Mitteleuropa schon selten geworden ist.

Steinmarder, Fuchs, Waldohreulen und ein Jungkuckuck waren schwer vor die Linse zu bekommen, während die Beutelmeise, Gartenrotschwanz, Gelbspötter und zahlreiche Libellen öfter vom Tarnzelt aus zu beobachten waren.

Nachts an der Donau ist es auch schön und Leben rührt sich hier auch allerhand. Die Nachtfalter haben hier ihr aktives Leben. Rohrweihe, Flussregenpfeiffer und das kleine Sumpfhuhn, das nur noch sehr selben vorkommt, wurden gezeigt. Die Herbst- und Winterzeit stand den anderen Jahreszeiten keineswegs nach. Auwälder voller Leben säumen seine Ufer, davon konnten sich die Zuhörer überzeugen.

Einer der Teilnehmer meinte, dieser Vortrag gehöre unbedingt in den Lehrplan der Schulen mit aufgenommen, denn wenn ich was kenne und lieben lerne, dann schätze ich auch diese einzigartige Natur und ich setzte mich für den Erhalt dieses Lebensraumes ein. Mit einem langanhaltenden Applaus endete nach einer Diskussion der überaus beeindruckende und faszinierende Vortragsabend. Traditionell immer am Wochenende vor den Herbstferien steht im Programm der Kolpingsfamilie Landau ein religiöses Einkehrwochenende.

Die knapp 30 Teilnehmer in der Altersspanne vom Grundschulkind bis zum Senior, sowie Pfarrvikar Nelson Parakkadath, machten sich am späten Freitagnachmittag auf zum Bildungshaus Hermannsberg.

Das Haus auf einer Anhöhe am Ortsrand vom Wiesent gelegen, strahlt schon aufgrund seiner idyllischen Alleinlage Ruhe aus, so dass es einem leicht fällt etwas abzuschalten und in sich zu gehen. Nach dem Zimmerbezug und einer Stärkung beim Abendessen führte die Referentin unter Bezugnahme auf den heuer jährenden Tauftag von Bruder Konrad in das Thema ein. Sie lud ein sich in diesem Zusammenhang an die eigene Taufe zu erinnern und die Zeichen der Taufe zu überdenken.

Symbolisch wurden die Gesprächsergebnisse in einem Bodenbild dargestellt. Auch wenn der heilige Bruder Konrad den Teilnehmern allen ein Begriff war und so manch einer sich schon einmal etwas näher mit dessen Person beschäftigt hatte, empfanden die meisten den am nächsten Morgen vorgeführten Film als hilfreich, um sich dessen Lebensweg noch einmal in Erinnerung zu rufen.

Den Höhepunkt des Wochenendes bildete ein Gottesdienst am Spätnachmittag, welchen Pater Nelson zelebrierte und bei dem die Anwesenden bereits bei der Vorbereitung und auch während der Feier aktiv als Lektoren und Chor mitwirkten. Beim Abschied waren sich alle einig, dass man ein schönes, entspanntes Wochenende verbracht hatte, bei dem man sich durch die Auseinandersetzung mit dem Volksheiligen Bruder Konrad auch wieder einmal intensiv mit dem eigenen Glauben beschäftigt hatte.

Über drei Jahrzehnte besteht schon eine Freundschaft zwischen dem kleinen Land in Südamerika und der kleinen Diözese Passau.

Einzigartig ist nicht nur der Jugendaustausch und die gegenseitigen Besuche, sondern, dass der Sohn des Diözesanvorsitzenden mit einer sehr engagierten Uruguayerin verheiratet ist.

Gerade deshalb ist auch die Arbeit des Kolpingwerkes von Bedeutung, denn mit sozialen und caritativen sowie arbeitsvorbereitenden Projekten fördert der Verband aus Deutschland bzw. Sinn dazu ist auch, die Landflucht zu stoppen, denn die Wohnungsnot führt in der Hauptstadt Montevideo oft zu riesigen Problemen und ringsum breiten sich Slums aus. Aber auch hier versucht das Kolpingwerk ein Stück weit zu helfen, indem Kindertagesstätten errichtet, unterhalten und unterstützt werden. Es gibt mittlerweile 35 Kolpingsfamilien KF in Uruguay, die teilweise sehr junge Vorstandschaften haben und die Probleme der Jugend dort kennen.

So werden beispielsweise auch Sozialarbeiter finanziert, die bei Drogenproblemen helfen können. Mit einfachsten Mitteln werden hier sehr viele positive Entwicklungen in die Wege geleitet.

Überhaupt sind die geförderten Projekte mit viel Segen begleitet und so wurden viele Projekte nun auch von der Regierung unterstützt, die auch erkannte, wie wichtig die Bildung aus Ausbildung ist.

Mit vielen Bildern untermalte der Referent den Abend. Es wurden auch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes sowie die Aktionen auf der Tourismusbranche vorgestellt. Der Austausch des Handels mit China führt allerdings nicht immer in die richtige Richtung. Immer wieder hob Alfranseder, die Genügsamkeit, Fröhlichkeit und Herzlichkeit der Bevölkerung hervor. Dies empfinden die KF in Uruguay überhaupt nicht als Kontrolle soll es auch nicht vordergründig sein , sondern sie freuen sich die umgesetzten Projekte präsentieren zu können.

Jährlich spenden die KF in Diözese Passau ca. Mit einem Dank des 2. Die Theater-Tradition ist in den Kolpingsfamilien vielfach fest verankert.

Viele Kolpingsfamilien führen gerade in den Herbst-Monaten ihre Theaterstücke auf. Wieder in die Tradition des Theater-spielens hat sich die Kolpingsfamilie Vilshofen vor einigen Jahren eingereiht. Ihre Besonderheit ist, dass sie jeweils ein selbstgeschriebenes Stück aufführen. Autor und Regisseur ist Gemeindereferent Andreas Kindermann.

Premiere ist am Auf eine lange Theater-Tradition kann die Kolpingsfamilie Gern zurückblicken. Sie hat am Premiere ist am Freitag, Er warf mir vor, seinem Sohn Drogen zu verabreichen. Ich entgegnete ihm, dass ich Krankenschwester sei und mir daher völlig bewusst, welche Medikamente ich Kindern geben könne. Ausserdem sei der Hustensaft ein homöopathisches Produkt; etwas anderes würde ich niemals einem Kind ohne vorheriger Absprache mit dessen Mutter oder mit einem Arzt geben.

Ich sagte ihm auch, dass ich seiner Familie diesen Hustensaft gegeben hatte. Wir stritten danach rund drei Stunden lang vor den Kindern.

Er warf mir vor, seine ganze Familie zu Drogenabhängigen zu machen. Ich konnte nur den Kopf schütteln, damals verstand ich noch nicht, woher seine Argumente und seine Reaktion kamen. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Krankenschwester hatte ich über die Gefahren von Vitaminüberdosierung gelernt, und so versuchte ich, meinen Mann davon abzuhalten, seine Gesundheit zu schädigen, seine Nieren und seine Leber kaputtzumachen.

Damals wusste ich noch nicht, dass das keinen Sinn hat, einen Scientologen zum Arzt zu schicken, es sei denn zu einem scientologischen Arzt. Einer davon war Thomas K. Üblicherweise aber betrachten Scientologen Mediziner als Kriminelle. Er hatte die fixe Idee, ich wäre den medizinischen Lügnern hörig. Und so hoffte ich, dass dieser ihn zur Vernunft bringen könnte. Das Ergebnis war gleich Null, er liess sich die Vitamine nach wie vor von einer burgenländischen Apotheke schicken.

Der Apotheker ist Alfred S. Er kaufte auch Supradyn in der Piestinger Apotheke. Der Beipacktext empfahl eine Tablette täglich, doch schluckte er oft zwei oder drei Tabletten pro Tag.

Ich hatte frisches Gemüse im Garten, versuchte, ihn mit vitaminreicher Kost von den synthetischen Vitaminen wegzubringen, es half nichts. Der Körper muss, um zu existieren, aus etwas nichts machen. Es mag für das Leben notwendig sein zu essen oder nicht, vielleicht ist es nicht einmal für den Körper notwendig zu essen.

In der Para-Scientology gibt es einen Nachweis, dass der Magen einst genügend Lebensenergie produziert hat, um den Körper ohne irgendwelche weitere 'Nahrung' zu bewegen. Es war Granderwasser, das angeblich besonders belebende Wirkung habe und nach seinem Entdecker oder Erfinder, Johann Grander, benannt sei.

Das sei besonders gesund, sagte er, er brauche das Wasser jetzt für seinen Körper, denn es habe eine besondere Energie. Er sparte mit diesem Wasser sehr, träufelte immer nur ein paar Tropfen in den Kaffee oder ins Müsli, so kam er mit dieser Flasche ungefähr zwei Monate aus.

Dann vergass er, sich neues zu besorgen - und das Thema Granderwasser war Vergangenheit. Wo er mir nie etwas glaube wollte, so glaubte er anderen Leuten die merkwürdigsten Dinge. Eine andere Situation, bei der ich mir sein Verhalten nicht erklären konnte, war die folgende: Mein Sohn hatte sich einmal an einem Bücherbord den Kopf angestossen und kam danach jammernd zu uns.

Ich konnte es ihm nicht erklären. In seiner Situation sei es unangebracht, weitere Kinder zu haben, sagte er. Er schränkte dies dann ein und sagte, er wolle in ein paar Jahren vielleicht noch einmal darüber nachdenken und dann könne ich ja wieder mit ihm reden. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass ich bereits 38 sei, zwar völlig gesund aber mir mit dem Kinderkriegen doch nicht mehr allzuviel Zeit lassen sollte.

Darauf reagierte er nicht und lehnte es von diesem Zeitpunkt an kategorisch ab, mit mir über dieses Thema noch einmal zu sprechen. Über diese Kränkung bin ich bis heute nicht hinweggekommen.

Ich weinte damals sehr oft. Ausserdem passe so eine Beratung nicht in sein Programm, denn dadurch würde sein bereits erworbenes Wissen verfälscht. Dazu kamen dann immer wieder die Vorwürfe, dass ich ja das schon bezahlte Eheauditing bei Scientology nicht machen wollte, deshalb sei ich schuld daran, wenn unsere Ehe nicht mehr funktioniere.

Das waren nicht die einzigen Schuldzuweisungen an mich. Zum Schluss blieben ihm nur noch wenige Phrasen im Gespräch mit mir. Nur noch selten war er ein paar Augenblicke lang freundlich oder sogar hilfsbereit und liess mit sich reden. Zärtlichkeit gab es zwischen uns so gut wie keine mehr - und das lag nicht an mir. Um jede Zuwendung musste ich kämpfen, von ihm kam längst nichts mehr, so dass ich mich schliesslich in meinem Frausein zutiefst verletzt fühlte. Sonntags mit der Begründung, er störe ihn beim Klettern.

Mit einem seiner Scientology-Freunde ging er sehr häufig auf verschiedene Berge klettern. Er trug den Ehering aber auch zu anderen Gelegenheiten nicht. Das kränkte mich, doch er ignorierte meine Gefühle. Befreundete Ehepaare, die auch Scientologen waren, trugen ihre Eheringe sehr wohl.

Er verlegte seinen immer wieder, und machte sich über mich und meinen Kummer oft lustig. Im September legte ich ein Sparbuch für seinen Sohn Florian an.

Ich war in der Postsparkasse in Wien, wo ich schon vor längerer Zeit ein Sparbuch für Tobias eröffnet hatte. Ich freute mich darüber, dass ich so etwas sparen konnte für Tobias, der es sicher einmal gut gebrauchen kann.

Die Einzahlungen auf die Sparbücher meines Sohnes kommen von meinem, sowie von dem Konto meiner Mutter. Er wurde jedoch wieder einmal zornig. Als ich dann noch sagte, dass das Sparbuch ein Losungswort habe, begann er sofort mit mir zu streiten. Er beschuldigte mich, ich hätte das getan, weil ich glaubte, die Scientologen würden sonst alles Geld abheben. Aus den einfachsten Dingen, ohne Hintergedanken, entstanden bei uns immer wieder grosse, unsinnige, blöde Streitereien.

Sie war damit einverstanden. Ich erzählte der Familie von dem Sparbuchstreit und niemand konnte verstehen, dass man wegen so etwas so wild streiten kann. Ich erklärte mir den Streit so: Ich meinte damals nur, er könne das viele Geld anstatt es zu Scientology zu tragen, doch viel besser für seinen Sohn anlegen, zumal Karin nicht viel Geld hätte, und für den Kleinen doch einmal etwas da sein sollte für die Zukunft.

Ich warf ihm damals sogar Diebstahl am eigenen Sohn vor, was vielleicht zu heftig formuliert war. Es sei also unnötig, für ihn Sparbücher anzulegen. Es hat vielleicht ein besseres Verständnis von unmittelbar bevorstehenden Situationen als Sie. Karin erzählte er, er hätte für Florian das Sparbuch angelegt. Ich schickte ihr danach eine Kopie des Antragsformulars mit meiner Unterschrift. Ich konnte nie verstehen, dass er soviel Geld an diese Sekte bezahlt hat, wo er doch jedesmal Schulden dafür machen musste.

Sie hat ihre Eigentumswohnung für den Kredit belastet und sich nicht einmal das Wohnrecht im Kreditvertrag gesichert. Die Firmenautos sind geleast, die Büromöbel aus den frühen 70er Jahren bekam er geschenkt. Ausrüstung oder Werkzeug können diesen Betrag auch nicht rechtfertigen, nicht einmal annähernd.

Also wohin ist das viele Geld aus den vielen Krediten verschwunden? Sicherlich hatte die Firma auch Aufwendungen, die finanziert werden mussten, aber den Rest seiner Kreditschulden kann oder will er nicht erklären. Ich habe allerdings einmal an Hand der mir vorliegenden Belege eine Summe von rund zwei Millionen Schilling Somit war es mir schon als seine Ehefrau nicht möglich, seine finanzielle Lage zu kennen. Seine Methoden im Umgang mit der Konkurrenz sind alles andere als fair.

Er fiel mir durch sein flegelhaftes, beleidigendes Benehmen auf, das er selbst ganz natürlich gut findet. Ich machte meinen Mann einmal darauf aufmerksam, dass er schon wie das Abziehbild Z. Er reagierte sehr unwillig und wies meine Bedenken zurück. Die kämen überhaupt nur daher, weil ich einen Freund eben nicht leiden könne. Auch in den Geschäftspraktiken ahmte er Z. Ich stimmte freudig zu, denn ich hatte damit Gelegenheit, meinem Mann zur Seite zu stehen.

Meinen schon existierenden und bereits unterschriebenen Dienstvertrag mit dem Krankenhaus Baden löste ich sofort auf. Dort hätte ich im November als Operationsschwester meinen Dienst antreten sollen.

Bald war ich auf mich allein gestellt. Meine Aufgabe bestand nun darin, alle ankommenden Anrufe genau zu notieren und Auskunft über die Arbeiten und Möglichkeiten der Remaill-Technik zu geben, die tägliche Post zu bearbeiten, Kontoauszüge zu öffnen, die Ausgaben und die Einkünfte in Buchhaltungslisten im Computer einzutragen, durchgeführte Arbeiten zu verrechnen und die Kassa zu führen, die so aufbereiteten Belege nach Datum sortiert in Ordner abzulegen und für den Steuerberater aufzubereiten, der an Hand der abgelieferten Belege Saldenlisten und Bilanzen erstellte.

Am Monatsende musste ich die Produktion unserer zwei Arbeiter durchrechnen und die errechneten Daten dem Steuerberater zur Lohnverrechnung per Fax übermitteln. Dieser errechnete aus Provision und Produktion den Monatslohn, den ich dann auszahlen musste, was oft nicht leicht war, da selten genug Geld auf den Firmenkonten lag. Eine wichtige Aufgabe war die Verfassung von Werbebriefen, teils nach vorhandenen Musterbriefen, teils nach eigenen Ideen. Ich gab mir besondere Mühe mit den Briefen, da ich ja wollte, dass sich die Menschen für die Arbeit meines Mannes interessieren.

Zudem übernahm ich die gewaltige Aufgabe, das Verzeichnis der Kundenadressen von auf nahezu zu erweitern. Diese Arbeit erstreckte sich auf einen längeren Zeitraum, weil ich meistens erst am Abend nach der aktuellen Geschäftsarbeit Zeit dafür fand.

Auf der Suche nach potentiellen Kunden telefonierte ich mit nahezu allen regionalen Fremdenverkehrsbüros in den Bundesländern Steiermark, Kärnten Oberösterreich, Teilen von Niederösterreich und dem Burgenland. Ebenso kontaktierte ich öffentliche Stellen, hauptsächlich die Landesregierungen, um an Adressen von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Seniorenheimen, Kinder- und Erholungsheimen in den jeweiligen Bundesländern heranzukommen.

Ich liess mir die entsprechenden Unterlagen schicken und konnte nun erst mit der eigentlichen Arbeit, der Aufnahme der neuen Adressen potentieller Kunden beginnen. In dieser Zeit arbeitete ich etwa drei- bis viermal pro Woche bis 23 oder sogar 24 Uhr. Ich erstellte eine neue, aktuelle Unterlagenmappe für das kleine Unternehmen meines Mannes. Auf Anfrage konnte ich dann den Kunden Unterlagen zusenden. Diese Mappen habe ich am Abend im Wohnzimmer sortiert und dann in schöne blaue Klarsichtmappen eingeheftet.

Dazu entwarf ich in Eigenregie ein neues Logo für das Deckblatt am Computer. Das war die einzige Arbeit, die nicht von Z. Ansonsten hatte ich keine Chance, einmal kreativ etwas Nichtscientologisches in das Firmengeschehen einzubringen. Diese hatten links auf dem Schreibtisch zu stehen, ob das nun praktisch war oder nicht.

Eine andere meiner Tätigkeiten war die Werbung, hauptsächlich musste ich unsere Inserate in regionalen Zeitungen unterbringen. Später einigte man sich darauf, mit Z. Diese statistische Arbeit zählte bis zu Beginn des Jahres zu meinen Tätigkeiten. Jeden Montagvormittag musste ich die Wochenstatistik an die Firma Z. Damals übergab ich ihm den älteren der beiden Firmencomputer.

Er führte die Statistiken nicht so genau wie ich. Im privaten Bereich war er ebenso unordentlich. Sachen, die er irgendwohin legte, fand er nicht mehr. Den Schlüssel zu seinem Auto suchten wir pro Woche sicher zwei- bis dreimal im ganzen Haus. Dazu arbeitete ich oft am Wochenende im Büro, um Massenwerbebriefe zu drucken, wofür während der Arbeitswoche der Firmencomputer blockiert gewesen wäre.

Manchmal besorgte diese Dinge auch mein Mann, wenn er einmal Zeit hatte. Aber meistens war es mein Job, in meiner Freizeit diese Sachen und auch noch Material für die Werkstätte zu holen. Ich schleppte dabei auch Dinge herum, die für eine Frau zu schwer sind, wie etwa die Liter-Kanister.

Meiner bereits seit einigen Jahren angegriffenen Wirbelsäule tat diese Arbeit nicht besonders gut. Solche Ordnungsaktionen hatte ich immer mit anschliessenden Rückenschmerzen zu bezahlen.

Der Trick besteht darin, damit fortzufahren, Ordnung zu schaffen; und bald ist die Unordnung verschwunden, und ordentliche Tätigkeit bleibt übrig. Aber wenn Sie Unordnung hassen und Unordnung nur bekämpfen, sollten Sie niemals versuchen, Ordnung in irgendetwas hineinzubringen; denn die Unordnung, die dabei entsteht, wird Sie halb verrückt machen.

Nur wenn Sie imstande sind, Unordnung nicht zu beachten, und wenn Sie dieses Prinzip verstehen können, können Sie eine funktionierende Welt haben. Er bedankte sich kein einziges Mal dafür. Ich tat alles nur Erdenkliche, um ihm zu helfen und ich tat es, weil ich ihn sehr liebte. Nebenher führte ich unseren wochentags bescheidenen Haushalt, während der Bürozeiten ging ich immer wieder in die Wohnung nebenan, um die Waschmaschine oder den Geschirrspüler einzuschalten. An den meisten Abenden hatte ich eine kleine Mahlzeit vorbereitet und die Wohnung war stets aufgeräumt.

Für Bügelarbeiten und grobe Putzarbeiten hatte ich eine Hilfe, Frau Rosa, die immer pünktlich und ordentlich war und mich somit wirklich entlastete.

Am Wochenende machte ich Besorgungen für die Firma und natürlich auch den Einkauf für den Haushalt, nur Dinge des täglichen Lebens, denn wir hatten nicht viel Geld. Für die beiden Buben kochte ich immer gute Sachen, von denen ich wusste, dass sie sie gerne essen, danach gab es dann meistens noch einen Kuchen.

Ich wollte, dass die beiden gutes Essen bei uns hatten und die Wohnung sauber und behaglich war, wenn sie bei uns waren. Ich bestand auch darauf, dass die Buben bei uns Ordnung in ihren eigenen Dingen hielten. Ich musste sechs Wochen mit ihm streiten, bis er mit mir Küche, Vorraum und Büro neu anstrich. Es gehörte zu den Gepflogenheiten meines Mannes, Termine und Verabredungen mit mir hinter alles andere zu reihen und mich regelmässig zu versetzen, zu Gunsten anderer Leute oder zu Gunsten von Scientology.

Dieses Gefühl, für ihn an letzter Stelle zu kommen, das er mir immer wieder gab, war eine der vielen Demütigungen, die ich ertrug. Vielleicht hatte es etwas mit dem Wert zu tun, den Scientologen allen anderen Menschen beimessen. Ich war ihm nicht wichtig, obwohl ich ihm in meinem Leben alle Priorität einräumte und mich bemühte, immer dazusein, wenn er mich brauchte.

Manchmal fragte ich mich, ob er überhaupt wahrnahm, wie ich seine Umgebung, seine frühere Junggesellenwohnung, verändert hatte.

Er sagte einmal, für seinen Erfolg in Scientology wäre er auch bereit, in einem Wohnwagen zu leben. Der Ehemann käme nach Hause, Sie würden das Abendessen servieren, und jeder wäre mit allem glücklich, und dann haben Sie geheiratet und möglicherweise entwickelte es sich nicht ganz so. Machen wir einfach mit der Ehe Schluss? Oder zünden wir das Haus an? Oder werfen wir die Kinder in die Mülltonne?

Zuvor hatten sie schon eine Woche lang mit der Verpackung im Weg gelegen. Er war erstaunt, dass ich diese Arbeit machte und half mir, als er mich beim Zusammenschrauben und Hämmern im Büro vorfand. Es war schon nach 20 Uhr und daheim wartete seine Frau mit einem Baby auf ihn.

Er sagte danach nur, ich hätte die Regale nicht aufstellen müssen. Ich antwortete ihm, dass mich die Ordner, die jetzt schon seit über einer Woche am Boden des Wohnzimmers standen, gestört hätten und es doch recht mühevoll wäre, alles, was ich im Büro brauche, erst lange zu suchen. Eine andere Arbeit im Haushalt, die er nicht machen wollte, war die Verlegung eines Laminatbodens, den wir sehr günstig zum Aktionspreis im August kauften.

Der Teppich im Büro war schon sehr schmutzig und abgetreten und keine Visitenkarte für eine erfolgreiche Firma. Immer wieder verschob er den Termin für das Bodenverlegen, und Handwerker konnten wir uns nicht leisten. Es ging nicht ohne viel Murren von seiner Seite.

Bis zu meinem Auszug am Für ihn war Aufräumen und Ordnung halten immer eine Belastung. Für den Chef eines kleinen Unternehmens wäre aber Ordnung sehr wichtig gewesen. Hubbard hat dem Schaffen von Ordnung in allen Lebensbereichen ein ganzes Kapitel gewidmet. Er wurde fuchsteufelswild, als ich ihn einmal fragte, ob er denn dieses Buch nicht längst auswendig hersagen könne.

Ein grosses Thema war das Rauchen. Ich lebe sehr gesundheitsbewusst und achte daher auf das, was ich meinem Körper zuführe, seien es Lebensmittel oder Medikamente. Lange Diskussionen begannen, bei denen ich darauf aufmerksam machte, dass die Kinder und ich nicht eingenebelt werden wollen von seinem Zigarettenrauch, weil das nicht gesund ist und dazu noch stinkt.

Wenn unsere Arbeiter in der Werkstätte zu tun hatten, und den ganzen Tag im Betrieb anwesend waren, kochte ich auch für die beiden. Sie genossen es und fühlten sich gut bei uns aufgenommen. In der Früh gab es für die Arbeiter immer Kaffee in unserer Küche. Ich bemühte mich um ein gutes Einvernehmen mit ihnen. Sie konnten immer zu mir kommen, wenn sie etwas brauchten. Was auch immer es war, ich hatte stets ein offenes Ohr für sie. Es gab keine Kündigungen mehr, auch keine kostenintensiven Endauszahlungen.

Wir hatten ganz einfach ein Team, das funktionierte und auf das wir stolz sein konnten. Diese Gebühren betrugen zehn Prozent des Umsatzes unseres kleinen Unternehmens. Wir flogen von Genf nach Los Angeles. Von dort starteten wir die Rundreise mit dem Auto durch Kalifornien und Nevada. Es hingen unendlich viele Zertifikate, Urkunden und Anerkennungsschreiben in protzigen Goldrahmen an den Wänden, ich schätze zwischen und Stück.

Unsere Führerin war eine deutschsprachige Schweizerin, die sehr ehrfurchtsvoll von Ron erzählte. Viel später erst hörte ich auch Kritik an Hubbard, las Bücher, die keinesfalls dieses grossartige Bild von ihm verbreiteten und erfuhr auch, dass Hubbard ungefähr Jahre hätte leben müssen, um all das zu schaffen, was Scientology ihm zuschreibt. Eines von Iris' Beinen ist zirka drei Zentimeter kürzer als das andere, was ihr bei längeren Gehen und Stehen Beschwerden machte. Sie fiel manchmal ganz einfach hin, weil sie durch die Anstrengung, diesen Unterschied ausgleichen zu müssen, ermüdete und ihre Beine die Kraft verloren.

Ich fragte Urs, ob er mit Iris schon einmal beim Orthopäden war, da Spezialschuhe diese Differenz ausgleichen könnten. Er wurde sehr zornig und sagte, natürlich liesse er sie nicht behandeln, denn die Ärzte seien alle Verbrecher. Dann wechselte er übergangslos das Thema und kam auf Aids zu sprechen, eine Krankheit, über die er ganz genau Bescheid wisse: Woher sie komme und wie man sie besiegen könne, wisse er am Besten von allen Menschen auf der ganzen Welt.

Ich sagte nichts mehr, denn wir waren zu viert in einem Auto unterwegs und der grösste Teil unserer Rundreise lag noch vor uns, wir waren gerade in Palm Springs eingetroffen. Ausserdem kannte ich die merkwürdige Einstellung von Scientologen gegenüber der Medizin schon.

Jemand braucht eine Stütze für sein Sehvermögen heller und klarer aussehen zu lassen. Die Unfähigkeit, sich schnell zu bewegen, [ Immer wieder passierte es, dass ich von Scientologen wegen meines Berufes und wegen meiner Zusammenarbeit mit Ärzten beschimpft wurde. Ärzte und Krankenschwestern sind laut Scientology arrogant, Psychiater und Psychologen sogar kriminell.

Ich habe im Rahmen einer Schwesternfortbildung über Aids und Aids-Patienten im Operationssaal einen ausführlichen Bericht geschrieben und auch vor den Krankenschwestern vorgetragen. Dazu musste ich mir Informationen aus der Forschung sowie Arbeitsberichte von Krankenstationen, auf denen Aids-Patienten lagen, besorgen. Ich hatte damals fast ein Jahr damit zugebracht, den Wissensstand über Aids für meine Kolleginnen zu erarbeiten. Dabei hatte ich viele Male Gelegenheit, mit Aids-Kranken zu sprechen.

Ich habe meinen Beruf aus sozialen und moralischen Gründen gewählt und war stets darauf bedacht, die Berufsethik und die Interessen der Kranken zu beachten. Noch immer bin ich gerne Krankenschwester und werde mich, solange ich arbeiten kann, für kranke und sozial schwache Menschen einsetzen. Er verstand nie, was ich damit meinte. Er zeigte niemals auch nur so etwas ähnliches wie Mitgefühl. Ich tröstete mich immer damit, dass es eines Tages ganz sicher besser werden würde.

Das Celebrity-Center in Hollywood hätte auch noch auf dem scientologischen Reiseprogramm gestanden, doch ich weigerte mich, es zu besuchen. Statt dessen besichtigten wir die Universal-Studios. Dort nahm ich das schönste Bad, das ich je hatte, im Ozean. Natürlich nicht in Beverly-Hills, dort sah ich die schönsten Häuser, die ich mir nur vorstellen konnte. In San Francisco besichtigten wir alle erdenklichen Sehenswürdigkeiten, assen im Fischereizentrum am Hafen und spazierten an einem herrlich schönen Sonnenvormittag über die Golden Gate Bridge.

Am letzten Tag besuchten wir die Gefängnisinsel Alcatraz. Ich wollte ganz einfach ein Kind in unserer Ehe. Doch er durfte ganz offensichtlich nicht noch ein Kind mit einer nichtscientologischen Frau haben. Da zeigte sich wieder einmal die merkwürdige Einstellung von Scientology gegenüber Kindern. Mich kränkte es, dass er mit fremden Menschen so intime Details aus unserer Ehe besprach. Viel später erst kam ich darauf, dass er regelmässig Berichte an Scientology schrieb, in denen es um die intimstem Details unserer Beziehung ging.

Im ersten Jahr unserer Ehe versorgte ich meinen Mann zum Geburtstag und zum ersten gemeinsamen Weihnachtsfest mit schöner, modisch eleganter aber auch etwas teurerer Bekleidung, damit er, bei Kundenbesuchen beispielsweise bei einem Hoteldirektor oder einem Kurverwalter, nicht so ungepflegt aussieht, wie es seine Gewohnheit war. Er hat sich über diese Geschenke sehr gefreut und diese Garderobe gerne getragen. Sie kaufte mir manchmal auch etwas Schönes, wie beispielsweise eine Jacke von Chanel.

Wahr ist, dass ich einige Designerkleidungsstücke besitze. Doch die hatte ich entweder schon vor unserer Heirat gekauft oder von meiner Mutter geschenkt bekommen. Der grössere Teil meiner Garderobe ist normale Kaufhauskleidung. Vor und hinter dem Haus erstreckten sich insgesamt Quadratmeter Garten. Die Auffahrt war mehr als siebzig Meter lang, und die Kunden mussten dort durchgehen oder durchfahren. Daher war es mir ein besonderes Anliegen, Brennesseln und Gestrüpp zu entfernen.

Ausserdem liefen im Sommer unsere Kinder im Garten herum, dort, wo vor meiner Reinigungsaktion Glassplitter, rostige Nägel in morschen Brettern, Baugitter und Metallverschlüsse von Bierflaschen in rauhen Mengen herumlagen. Es war also auch in seinem Interesse, diese Missstände zu beheben und statt Brennesseln Ringelblumen und Rosen zu pflanzen. Da in Piesting eine verheerende Schneckenplage herrschte und die Nacktschnecken alles kahl zu fressen drohten, kaufte ich in meinem zweiten Ehejahr türkische Enten, die diese Schnecken mit Vergnügen frassen und uns so den Garten schneckenfrei hielten.

Die Enten hiessen Anthony und Daisy. Im letzten Jahr hatte ich auch eine Graugans, die mir zugeflogen war und sich bei uns im Garten sehr wohl fühlte. Er meinte, das sei vertane Zeit. Ich wiederum argumentierte, dass es ja auch für die Kunden schöner sei, wenn es rund um den Betrieb kultiviert aussähe. Doch der nunmehr sehr gepflegte Garten interessierte ihn nicht. Im Gegenteil, bei der Scheidung warf er mir vor, mich zuviel um die Gartenarbeit gekümmert zu haben. Er warf mir in seiner Entgegnung auf meine Scheidungsklage auch vor, dass ich oft am Abend vor dem Fernseher sass.

Ja, es stimmt, ich habe mir am Abend manchmal etwas im Fernsehen angeschaut, aber sein Konsum an noch dazu meistens brutalen Filmen war bedeutend grösser. Er hatte eine Vorliebe für Filme, in denen Menschen nur so dahingeschlachtet werden. Er liess sich von einem Elektriker aus dem Nachbarort eine Satelliten-Antenne montieren - und sass dann noch viel öfter als zuvor vor dem Fernseher.

Aus Platzmangel mussten die Buben, wenn sie bei uns übernachteten, im Wohnzimmer auf einer Couch schlafen. Er schaltete den Fernseher nicht einmal aus, wenn die Kinder schlafen gingen. Sagte ich dann, er solle die Flimmerkiste abstellen, war er meistens böse, weil er sich die brutalen Filme nicht zu Ende anschauen konnte.

Ich machte ihn immer wieder darauf aufmerksam, doch nicht in Gegenwart der Kinder solche Filme laufen zu lassen, er könne doch etwas anderes auswählen und gemeinsam mit den Kindern anschauen. Er meinte dann nur, diese Filme würden den Kindern auch gefallen. Aber er regte sich auf, wenn ich den Fernseher einschaltete, weil ich nach einem ganzen Tag Büroarbeit und Zahlen, kein Buch mehr lesen konnte und eine Unterhaltung mit ihm nicht möglich war, da sie ohnehin im Streit geendet hätte.

Ich sah mir hauptsächlich ruhige oder romantische Filme an, aber auch Nachrichtensendungen und Dokumentationen, vor allem über medizinische Forschung. Er beschuldigte mich, ich würde mich nur deshalb mit diesem Thema beschäftigen, weil ich mich dann noch mehr über seine Schulden freuen könnte. Ich sagte ihm, dass ich mir wie jeder andere auch Gedanken über die Währungsumstellung mache und dies absolut nichts Aussergewöhnliches sei und schon gar nichts mit seinen Schulden zu tun hätte.

Doch es war sinnlos, er wollte mir einfach nicht glauben. Mary Sue Hubbard kannte ich damals noch nicht. Sie war eine von L. Kochen, waschen, bügeln, einkaufen, Kinder erziehen und noch einiges mehr rund um den Haushalt.

Aber auch schön sein für den Ehemann gehört dazu. Pflicht heisst, sich keinesfalls mit Gesichtsmaske oder Lockenwicklern vor dem Mann zu zeigen, sondern immer sauber und attraktiv zu sein. Ich war also die ideale scientologische Ehefrau, obwohl ich diese Vorschriften nicht kannte. Mein Mann wusste das nie zu schätzen. Er kannte anscheinend seine Aufgaben nicht. Zu diesen hätte gehört, den Rasen zu mähen und kleinere Reparaturen durchzuführen, aber auch, mir gelegentlich Blumen und kleine Geschenke mitzubringen.

Ende konnten nicht mehr alle Arbeiter der Firma bezahlt werden, daher wurde einem neuen Mitarbeiter wieder gekündigt. Er hatte familiäre Probleme und war zuletzt sehr oft im Krankenstand.

Ich schied ebenfalls offiziell aus der Remaill-Technik aus. Es war ein glückliches Zusammentreffen, dass ich gerade in dieser Situation das Angebot bekam, in einem Wiener Krankenhaus für zwanzig Stunden pro Woche im Operationssaal zu arbeiten. Ich hatte dort bereits einige Aushilfsdienste gemacht und wollte gerne wieder in meinem Beruf arbeiten. Das Schwesternteam dort ist sehr gut, was ein zusätzlicher Ansporn für mich war.

Ich war aber auf die 8. Doch auf dem Konto war kein Geld. Wo war es geblieben? Als Bearbeiterin seiner Kontoauszüge musste ich ihn fragen, was mit diesem Geld finanziert wurde, wenn ich den entsprechenden Beleg nicht bekam. Er überraschte mich gewöhnlich damit, dass er vorgab, nicht mehr zu wissen, wofür er das Geld ausgeben hatte.

Diese fehlenden Beträge kann ich nicht erklären, denn es gab auch keine Belege darüber. Wer mich kennt, weiss auch, dass ich allergrössten Wert auf Ordnung in allen Lebensbereichen lege.

Ich habe immer sehr sorgfältig gearbeitet, daher empfinde ich es als schwere Beleidigung, wenn mir Unordnung vorgeworfen wird. Hatte ich die Jahre zuvor immer wieder nachgesehen, was auf seinem Schreibtisch an wichtigen Rechnungen liegengeblieben war, so war es mir nun aufgrund meiner reduzierten Arbeitszeit für die Firma unmöglich, sein Durcheinander zu ordnen. Es blieben daher immer wieder wichtige Dinge unerledigt. Beispielsweise lag eine Versicherungspolice für den Firmenwagen, mit dem unser Arbeiter fuhr, unerledigt auf dem Schreibtisch.

Er stapelte alle ungeöffneten Kuverts, inklusive der eingeschriebenen Mahnungen für diese Versicherungssumme, irgendwo auf seinem Schreibtisch und kümmerte sich nicht darum. Ich hoffte, durch die Drohung, das Auto werde abgeholt, würde er zukünftig doch ordentlicher sein. Aber ich hatte mich getäuscht - es ging so sorglos weiter wie bisher. Oktober stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Zuerst erschrak ich sehr, denn bis zu diesem Tag hatte ich mit Gerichtsvollziehern und Pfändungen nichts zu tun.

Er sagte, er müsse 1. Ich könne den Betrag aber auch bar bezahlen. Als ich nachfragte, eröffnete er mir, mein Mann wurde bereits zwei Wochen zuvor per Gerichtsbrief verständigt und müsse daher ja wissen, wofür er bezahlen solle. Ich habe nie eine Rechnung, eine Mahnung oder einen gerichtlichen Zahlungsbefehl für diese Summe gesehen. Eigenartigerweise ist die gelbe Zahlungsbestätigung, die mir der Gerichtsvollzieher gab, später ebenfalls verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Ich las den Fragebogen, auf dem ein Foto Albert Einsteins war, genau durch und fand die Fragen viel zu persönlich.

Einige Fragen beschäftigten sich damit, wann und wie oft ich Muskelzuckungen hätte. Sie reagierte enttäuscht, und mein Mann, der sich mit ihr unterhielt, war ziemlich böse. Ungefähr eine Woche später fragte mich Doris F. Ich sagte, ich wolle keiner anderen Religion beitreten und ausserdem hätte ich nicht das nötige Geld dafür. Ich bin katholisch und will es auch bleiben, es ist einfach der richtige Glaube für mich. Dort hielt Franz W. Er beendete damals die Tätigkeit für das Charter Comittee, was er mir aber immer wieder bei Streitereien vorgeworfen hat.

Er behauptet, ich habe ihm damals mit der Scheidung gedroht. Doch war er es, der das Wort Scheidung immer wieder ins Gespräch brachte. Erst viel später erfuhr ich von einem seiner Scientology-Freunde, dass man mit seiner Arbeit nicht ganz zufrieden war und es allen nur recht war, dass er von selbst aufgehört hat. Ich habe es nur einmal gesehen, als wir Sessel und ein Fax-Gerät hinbrachten.

Offensichtlich waren sie ihm in seiner Unordnung hinuntergefallen, ohne dass er es merkte. Silvia hob sie auf, und auch ich bückte mich, um ihr zu helfen. Da sie neben dem Altpapierkübel lagen, konnte man auch meinen, sie wären beim Wegwerfen daneben gefallen. Seit damals wusste ich, dass Scientology nicht die Kirche ist, als die sie sich nach aussen gibt.

Wie hilflos ich wirklich war, war mir zu dem damaligen Zeitpunkt nicht bewusst, wie aussichtslos alle meine Versuche und Aktivitäten von Anfang an waren, wird mir erst jetzt klar. Ich begann ihn zu verwöhnen, ihm zu Hause noch mehr Geborgenheit zu geben, ich versuchte, seine Nichtscientology-Freunde dafür zu gewinnen,. Ebenso luden wir meine Schwester und ihren Mann, deren Kinder und meine Eltern ein, fuhren sie besuchen oder unternahmen etwas mit ihnen. Ausserdem habe ich sehr gerne Gäste und Freunde um mich; sie bereichern das Leben.

Wir machten im Sommer Grillfeste, bei denen wir ab und zu auch Scientologen einladen mussten, sonst wäre meine Absicht zu stark aufgefallen. Grundsätzlich machte ich bei solchen Gelegenheiten auch keine Unterschiede zwischen Scientologen und Nichtscientologen, da auch die meisten von ihnen sehr liebe Freunde von mir geworden sind. Mittlerweile sind sie es nicht mehr. Darüber habe ich mich kurz nach der Scheidung sehr gewundert.

Ich musste damals auch damit rechnen, dass die Scientologen noch für geraume Zeit einen Teil unseres Umfeldes darstellen werden. Später erfuhr ich, dass ich genauso gehandelt hatte, wie Sektenberatungsstellen es in solchen Fällen empfehlen. Doch der Erfolg war nicht von Dauer. Wieder einmal hatten wir einen Streit, weil ihm die Scientologen wichtiger waren, als mir beim Einkaufen zu helfen. Nach längerem Hin und Her liess er sich unter Gemurre dazu herab, mir doch zu helfen.

Diesen Vorfall hielt er mir später immer wieder vor. Hauptsächlich riefen Frauen an, die sich nicht einmal vorstellten und mich noch dazu duzten, obwohl ich sie nicht kannte. Es waren dreissig verschiedene Anruferinnen oder auch mehr, eines Tages habe ich aufgehört mitzuzählen. Ganz bestimmt war ich auch eifersüchtig.

Eifersucht entsteht aufgrund einer Unsicherheit der eifersüchtigen Person; die Eifersucht mag begründet sein oder auch nicht. Diese Person hat Angst vor versteckten Kommunikationslinien und würde alles tun, in dem Versuch, sie aufzudecken.

Das wirkt sich auf den anderen Partner so aus, dass er das Gefühl bekommt, seine Kommunikationslinien wären abgeschnitten, denn er fühlt sich berechtigt, offene Kommunikationslinien zu haben, während sein Ehepartner darauf besteht, dass er viele von ihnen schliesst. In unserer ganzen gemeinsamen Zeit haben für mich nur zwei Männer angerufen, zwei Freunde aus alten Zeiten, die auch ihren Namen nannten. Nicht einmal am Nachmittag des Muttertages, als wir unsere Mütter auf meine Initiative hin zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatten, war Ruhe.

Es half alles nichts, es war ganz einfach keine Ruhe zu bekommen. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass ständiges Anrufen zu den üblichen scientologischen Praktiken gehört, wenn die Vermutung aufkommt, ein Mitglied könnte austreten wollen. Die Kosten für die beiden anderen Arbeiter und für mein Gehalt betrugen mit dem Weihnachtsgeld im Dezember ungefähr Auch die Rentabilität der Firma sprach ich an. Meine allergrösste Freude wäre es, wenn er mit seiner Firma untergehen würde.

Ich war erstaunt, dass mein Mann, von mir, seiner Ehefrau, eine solche Meinung haben konnte. Ich versicherte ihm immer wieder, dass ich ihn liebe und es mir wirklich am Herzen läge, dass er endlich Schluss mit seinen unsinnigen Schulden und mit seiner Firma machen würde. Als ich nicht mehr weiter wusste, bat ich Silvia, die die finanzielle Situation der Firma ebenso gut kannte wie ich, mir doch zu helfen, ihn von einer vernünftigen Lösung zu überzeugen.

Wir sprachen mit ihm fast vier Stunden lang, danach waren wir müde und hatten nichts erreicht. Zu stark war der Einfluss von Z. Ich half ihm dabei, es war in der Weihnachtszeit Als Gegenleistung bot sie mir ihre Schlankheitsbandagen an.

Ich war neugierig darauf und dachte, es könnte mir nicht schaden, ein paar Kilo abzunehmen, obwohl meine Bekannten immer sagen, ich hätte eine gute Figur. Sie hat es dort bei Victoria Morton gelernt, die auch eine Scientologin ist und in Clearwater, Florida, am Hauptsitz von Scientology lebt. Angeblich ist diese Methode schon vierzig Jahre alt und geht auf die alten Ägypter zurück. Fünf bis zehn Ganzkörperwickel sollen eine deutliche Reduktion des Umfangs bringen, das Gewicht müsse dabei nicht unbedingt weniger werden, erklärte Margit mir.

Sie bandagierte mich meist persönlich, zwei oder dreimal wurde sie von ihrer Mitarbeiterin Johanna vertreten. Margit nutzte die Gelegenheit immer für ein Gespräch über Scientology, gab nicht auf, mich bekehren zu wollen. Eine Person, die durch Scientology-Prozessing die Gewissheit ihrer eigenen Identität als Wesen erreicht hat und getrennt von der Identität des Körpers ist.

Die Begriffe Clear, Clearing klären usw. Wenn einige Zahlen in der Maschine heruntergehalten werden, kommt man bei der Addition einer Reihe von Zahlen zu falschen Lösungen. Wenn die heruntergehaltenen Zahlen dann geklärt gelöscht, engl. Ziemlich straff, damit das Wasser aus dem Gewebe herausgepresst würde.

Dazu benutzt sie elastische Binden, die in einem grossen Topf in Wasser eingelegt waren. Waren Kopf und Körper fertig gewickelt, bekam ich an Füssen und Händen Plastiksäcke übergestülpt, die mit Gummiringen befestigt wurden, in denen sich das Gewebswasser sammeln sollte. Es sammelte sich auch immer wieder trübes Wasser, aber das war wohl aus den nassen Bandagen.

Über den Oberkörper bekam ich einen gelben Poncho, wie die Kinder ihn bei Regen auf dem Schulweg tragen, und darüber noch einen warmen Schlafrock. Dann musste ich eine Stunde im Studio bei Musik hüpfen und tanzen. Danach wurde ich, ebenso wie vor dem Wickeln, an zehn Stellen von Oberschenkel bis Hals gemessen. Die weggewickelten Zentimeter wurden zusammengezählt notiert. Ich hatte immer den Eindruck, dass Margit vor der Prozedur das Massband viel lockerer um mich legte, als danach. Zwei Tage nicht duschen, damit das Goldwasser in die Haut einwirken kann, lautete ihr abschliessender Auftrag.

Ich hielt mich nie daran. Zu Hause duschte ich sofort. Margit war wohl Master-Franchiser in Österreich, denn sie bot mir an, einen Teil von Wien zu übernehmen und dafür von ihr Lizenz und Know-how zu kaufen.

Damit begann wieder einmal ein problematischer Abschnitt unserer Ehe und ich begriff allmählich, dass ich mich ins Lager der Feinde begeben müsse, um meinen Mann zu verstehen. Eine gute Freundin Margit M. Sie ist wirklich sehr nett, wie alle Scientologen, die ich kennenlernte, immer höflich und zuvorkommend, wenigstens am Anfang.

Sie hatte stets ein Lächeln im Gesicht. Stundenlang las ich mit ihr in den Büchern von Scientology. Ich musste dabei immer laut vorlesen wie in der Volksschule. Machte ich beim Lesen einmal einen Fehler, so musste ich den ganzen Satz wiederholen. Kam es vor, dass ich mich wegen meiner Müdigkeit - diese Sitzungen waren immer am Abend nach einem Tag voll Arbeit - öfter verlesen hatte, musste ich manchmal sogar den ganzen Absatz nochmals lesen.

Sinnvolle Erklärungen warum, gab man mir nicht, oder man versuchte mir einzureden, ich verlese mich nur dann, wenn ich ein Wort im Text nicht verstanden hätte. Auf immer wiederkehrendes Befragen, was ich denn gegen Scientology habe, antwortete ich stets mit zwei Standardsätzen: Erstens kostet es zuviel Geld. Ich sprach - aus taktischen Gründen - nie aus, was mich am meisten störte, nämlich die Verhaltensänderung meines Mannes mitansehen zu müssen.

Es gibt eine Grundregel: Die Person, die ausströmen möchte, muss ebenfalls einströmen - jemand, der einströmen möchte, muss ebenfalls ausströmen. Nahezu alle diese gutgemeinten und gut begonnen Gespräche endeten in stupiden Streitereien. Es ging dabei immer wieder darum, wessen Wahrheit nun wahr ist: Meine Wahrheit ist mehr wahr als deine, es kann nicht sein, dass deine Wahrheit mehr wahr ist als meine.

So aber kamen wir nicht weiter. Anfang hatten wir im Büro keinen Platz mehr für die Ordner des neuen Jahres, wir mussten also umorganisieren und entscheiden, welche Ordner wir im Keller unterbringen könnten.

Ich musste eine ganze Reihe von neuen Ordnern anlegen, was ich eigentlich sehr gern tat, damit die Übersicht gewahrt würde. Wir hatten ausgemacht, diese Einkaufsfahrt, die mit einer ziemlichen Schlepperei verbunden war, gemeinsam am Samstagvormittag zu erledigen. Er meinte nur, ich könne ja die Dinge allein holen, er wolle jetzt eben mit seinem Freund klettern gehen.

Ich wies ihn nochmals daraufhin, dass wir diesen Termin schon vor fast einer Woche ausgemacht hätten, und ich nicht schon wieder die Dumme sein will, die alles besorgt und trägt, während er sein Freizeitvergnügen haben kann.

Das sei für mich überhaupt nicht in Ordnung. Er regte sich fürchterlich auf und sagte, ich könnte seine Freunde nicht leiden, besonders die Scientologen. Das hatte ich mir als Ehefrau, die die Interessen ihres Mannes immer voranstellte nicht erwartet.

Er fand niemals etwas falsch daran, so mit mir zu verfahren. Ich hatte immer die Schuld, wenn ich mit der Situation nicht zurechtkam, er niemals. Manche seiner nicht-scientologischen Freunde waren nur noch böse auf ihn, weil er Dinge, die er für sie tun sollte, ganz einfach nicht wichtig nahm. Was er für einen Scientologen tun sollte, ging immer vor. Mit der Renovierung eines Waschbeckens für seinen Freund, unseren Hausherrn, hat er meines Wissens nie begonnen, obwohl der es für eine Ausstellung gebraucht hätte.

Niemals zeigte er Reue, wenn er mich gekränkt hatte. Nein, er gab immer mir die Schuld, denn ich hätte kein Verständnis für ihn und seine Freunde. Aber auch seine Kunden behandelte er manchmal recht merkwürdig. So hatte er einmal den Auftrag bekommen, für einen grossen pharmazeutischen Betrieb Labortüren zu beschichten.

Diese Türen sollten zu den sterilen Räumen führen und hätten deshalb besonders sorgfältig behandelt werden müssen. Aber sie lagen einfach in der unaufgeräumten Werkstätte herum.

Eines Tages kam unangemeldet der Architekt des Pharmabetriebes, um nachzufragen, wann denn die Türen endlich fertig sein würden. Dabei sah er sie herumliegen, stellte fest, dass die Werkstätte nur eine alte Garage ohne spezielle Spritzlackierkammer war und regte sich daher furchtbar auf.

Die Türen konnten mit dem Remaill-Technik -Verfahren überhaupt nicht beschichtet werden, denn sie waren aus Holz und nicht aus Email, daher hätte die Lackierung Bläschen und Unebenheiten hervorgerufen. Sie wurden kurz nach dem Besuch des Architekten unrepariert abgeholt. Im Mai hatten wir einen fürchterlichen Streit, der damit begann, dass ich sagte, die Wahrheit, die er bei Scientology und seinen Freunden zu finden glaubte, sei ziemlich teuer, teuer in finanzieller Hinsicht, aber auch teuer, was den Verlust der familiären Einheit und des Vertrauens betrifft.

Danach nahm er die Dartscheibe meines Sohnes und zertrümmerte sie. Es sah furchtbar aus bei uns. Die Bierflaschen waren entweder Überbleibsel von einem der Grillfeste oder aus einer Bierkiste, die ich meinem Schwiegervater immer auf der Kellerstiege bereitstellte, damit er nach dem Rasenmähen ein kühles Getränk hatte als kleine Belohnung. Ich hätte manchmal gerne am Abend, wenn es zum Essen passte, ein Bier mit ihm geteilt, denn ein ganzes ist zuviel für mich.

Mit mir hat er nie Alkohol getrunken, nur mit seinen Freunden. Einmal war sein Freund, der Scientologe Helmut P. Er hatte einen Doppelliter Weisswein vom Neusiedler See mitgebracht. Die beiden spielten Gitarre und tranken dazu den ganzen Wein. Ich trinke keinen Weisswein, daher haben sie mich auch nicht eingeladen.

Dort hätte man ihn vor seinem Ruin bewahrt, er wäre sonst Alkoholiker geworden. Die Geschichte ist meiner Meinung nach lächerlich, scientologisch formuliert und überzeichnet. Seine Mutter, die eigentlich immer sehr offen zu mir war, hat mir nie etwas darüber erzählt. Nach diesem Aggressionsausbruch machte ich mir zum ersten Mal Sorgen um mich. Was, wenn seine Aggressionen sich nicht mehr nur auf das Zertrümmern von Gegenständen beschränken, wenn er eines Tages auf mich losgehen würde?

Ich erzählte damals niemandem von dem Vorfall. Die Scherben und die Schrauben liess er liegen. Unser Mitarbeiter Gerhard fragte mich am Morgen danach, was da passiert sei und ich erzählte ihm die Wahrheit. Immer häufiger flogen bei uns Gegenstände durch die Luft, einmal war es beispielsweise eine Kaffeetasse an die Fliesenwände der Küche, ein anders Mal war es ein Buch. Ich wollte nicht schon wieder dagegen sein und willigte also ein. Es koste nur Wir sollten uns doch in den Nachtzug nach Hamburg setzen, am nächsten Tag das Eheseminar machen und am Abend den Nachtzug nach Wien nehmen.

So würden wir am wenigsten Zeit verlieren. Ich sagte sofort, dass mir das zu teuer sei und angesichts unserer finanziellen Situation könnten wir und das nicht leisten.

Daraufhin schauten mich die beiden ganz böse an, keine Ahnung warum, ich hatte doch nur die Wahrheit gesagt. Das lehnte ich aus moralischen Gründen ab. Zwei Tage später rief mich Margit M.

Ich fragte sie, wie sich dieser Preisunterschied erklären liesse. Aha, sagte ich mir, diese Fantasiepreise müssen also doch nicht sein.

Wenn man sich nur dagegen wehrt, finden sie schon eine Möglichkeit, wie sie einen dazu kriegen, doch bei Scientology mitzumachen. Es scheiterte dann an einer ganz anderen Sache: Zum einen hatte ich Angst vor Strom ich hatte mich als Kind einmal elektrisiert und zum anderen fand ich das Ding ganz einfach grotesk lächerlich. Das tat ich dann auch, weshalb er meinte, einen grossen Erfolg für sich verbuchen zu können. Für mich waren diese Ereignisse immer furchtbar, da ich dabei auch in meiner Integrität als Diplomkrankenschwester angegriffen wurde.

Immer wieder begann er mit solchen Fragen, immer wieder versuchte ich ihm zu erklären, dass Mediziner keine Verbrecher seien. Das war seine Wahrheit.

Er fuhr natürlich trotzdem. Diese Organisation wurde von Scientology gegründet und beschäftigt sich fast ausschliesslich mit Psychiatrie-Kritik. Ein Vortrag hat ungefähr den folgenden Inhalt:. Die Psychiater haben sich am Anfang des Jahrhunderts zuerst selbst erfunden und dann den Holocaust, der ohne sie gar nicht möglich gewesen wäre, denn sie hätten die Gaskammern erfunden.

Psychiater seien wahre Sexmonster mit vielen ausserehelichen Beziehungen zu Patientinnen, häufig mit mehreren gleichzeitig - und dafür liessen sie sich auch noch bezahlen, weil diese Sexabenteuer in ihrer Arbeitszeit stattfänden. Psychiatrie sei keine Wissenschaft und habe sich deshalb die Unterstützung durch Psychologie, Chiropraktik und andere Nichtwissenschaften organisiert.

Psychiater und ihre Helfershelfer würden den ganzen Menschen oder zumindest einzelne Organe zerstören, entweder durch Psychopharmaka oder durch chirurgische Eingriffe. Ich fragte mich, wie ein Arzt seine Kollegen so in Misskredit bringen konnte. Er fuhr mit Z. Natürlich wusste ich damals noch nicht, was ein Strukturvertrieb - oder mit anderem Namen, ein Multilevelmarketing - ist und wie so etwas funktioniert.

Wie vieles andere auch, habe ich das erst nach der Scheidung erfahren. Die Grundidee des Strukturvertriebs ist, dass man immer neue Leute wirbt, die auch das wunderbare Produkt verkaufen. Vom Verkaufserlös dieser Leute bekommt man als Werber einen gewissen Prozentsatz. Wer also genug Leute geworben hat, kann sich zurücklehnen und auf das Geld warten.

Sie liess eine Selbstbau-Alarmanlage samt Zubehör sowie die dazugehörigen Beschreibungen für die Montage bei uns. Das gelang ihm aber nicht, denn niemand von unseren Bekannten wollte von diesen Produkten ohne Markennamen etwas wissen.

Jeder Mitarbeiter ist ein selbstständiger Unternehmer und muss die Ware kaufen - und zwar eine bestimmte Menge pro Monat. Wer sollte es ausserdem kaufen? Sollten wir vielleicht aus der Garage ein Verkaufslokal machen? Was würde eigentlich bei Reklamationen passieren?

Wer wäre dann verantwortlich? Wer würde ein Fernsehgerät oder eine Alarmanlage reparieren? Wieder einmal war er sehr wütend. Ich liess aber nicht locker und die Episode Quorum ging Gott sei Dank an uns vorbei. Er konnte mich damals kränken, wie er wollte, schimpfen und toben, soviel er wollte, ich hatte mir vorgenommen, stark zu bleiben für uns und die Familie.

Im August war das Firmenkonto bei der Volksbank mit etwa Ein Teil der finanziellen Schwierigkeiten, die wir im Sommer hatten, ergab sich daraus, dass wir einem Arbeiter im Mai gekündigt hatten, da er einfach keine Arbeitslust mehr hatte und nur noch unzuverlässig arbeitete.

Die Reklamationen im Zeitraum Februar bis Mai hatten sprunghaft zugenommen. Die Zeit, die mit den Reklamationsarbeiten zugebracht werden musste, fehlte natürlich bei der Produktion. Sie hatte - angeblich - rein zufällig angerufen, eine Gelegenheit, die ich nutzte. Schon am nächsten Tag kam sie zu uns und nahm sich fünf Stunden Zeit für das Gespräch. Sie kam mir sehr vernünftig vor und sagte einiges, das für uns durchaus sehr brauchbar klang.

Bei diesem und einem darauffolgenden Gespräch kamen wir überein, Sparmassnahmen zu erarbeiten. Ich sollte für die Finanzen verantwortlich sein und nun sagen können, was ausgegeben werden kann und was nicht.

Bis ich am Ein Beispiel für seine Missachtung der Vereinbarung, dass ich die Finanzen der Firma verwalten und für die Ausgaben verantwortlich sein sollte: Deshalb mussten alle österreichischen Franchisenehmer auch bestellen, ob sie nun Bedarf an Briefpapier hatten oder nicht.

Da ich in unserem Büro für diese Bestellung verantwortlich war, sagte ich zu Z. Wir hätten daher keinen Bedarf und würden daher jetzt auch nicht bestellen. In der darauffolgenden Woche wurden uns Er könne nicht verstehen, dass sein Sohn sich noch immer mit dem Z. Doch noch immer mischte Z. Seine Anweisungen kamen meistens telefonisch oder per Fax. Sie selbst war bei dem Gespräch nicht anwesend, denn sie mochte Z. Nur so könne er die völlige Freiheit erlangen.

Wir stritten nun mehr denn je, natürlich auch wegen dieser verschwundenen Gelder. Er schrie mich an, wenn ich nach dem Verbleib des Geldes fragte und sagte, die Buchhaltung gehe mich nichts mehr an, dieser Zug sei für mich abgefahren. Er wolle sich jetzt endlich von mir befreien und sich scheiden lassen. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass für mich die Scheidung keine Lösung sei.

Ich fühlte mich an unsere Trauungsversprechen, auch in schlechten Tagen zusammen zu bleiben, noch immer gebunden. Er brüllte nur noch, er wolle sich scheiden lassen.

Oktober kam von ihm kein nettes Wort mehr. Wenn ich versuchte, ihn zu beruhigen und ihm eine Versöhnung anbot, blockte er ab, wenn ich nicht sofort nachgab, schrie er mich nur noch an. Er schlief ab dem Oktober nicht mehr im Ehebett sondern auf dem blauen Sofa im Wohnzimmer.

Zweimal in dieser Zeit hat er dann doch im Ehebett geschlafen, vermutlich aber nur, weil ihm das Wohnzimmer zu kalt war. Einmal wollte ich ihn an der Schulter berühren und ihm mit dieser Geste zeigen, dass ich doch seine Frau bin, die zu ihm hält und die ihn noch immer lieb hat. Er stiess mich einfach weg. Ich fragte ihn dann nach einiger Zeit - weil er die Scheidung noch immer nicht eingereicht hatte -, warum er es denn nicht mache, wo es doch anscheinend sein Wunsch sei.

Er sagte, dafür habe er jetzt keine Zeit. Er bezichtigte mich immer wieder, ich würde lügen und nur im Sinn haben, ihn zu zerstören und ihm seine Freunde zu nehmen. Bei unseren gemeinsamen Freunden suchte ich Rat und Hilfe. Ich ging zu Margit und zu Gabriela, die uns beide ihre Hilfe anboten, doch er wollte davon nichts wissen.

Beide sind natürlich Scientologinnen, denn andere gemeinsame Bekannte hatten wir nicht mehr. Heute würde ich mich hüten, sie um Hilfe zu bitten, doch damals glaubte ich noch, dass eine Rettung unserer Ehe möglich wäre. Sie waren zwar bereit, mir zu helfen, doch es wurde ihnen bald zuviel. Sie verstanden viele unserer Eheprobleme nicht - wie sollten sie auch. Womöglich haben sie nicht begriffen, was ich meinte, vielleicht haben sie alles, was ich sagte, für total übertrieben gehalten.

Ich kann verstehen, dass man solche Vorkommnisse in normalen Familien, die mit Scientology nichts zu tun haben, nicht findet und nicht versteht. So manches an meinen Erzählungen mag ihnen unrealistisch geklungen haben.