Wechselkurs



Der effektive Wechselkurs ist deswegen wichtig, weil Wechselkurse aus Unternehmenssicht v. Dabei sollen Qualitätsveränderungen in der Preismessung berücksichtigt werden. In der Realität wirkt sich die Inflation aber häufig auf die Kaufkraft aus. Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen. Von Alexander Weis und Gerd Kommer.

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So finden zum Beispiel Innovationen im Warenkorb nur teilweise Berücksichtigung. Der Wert ist auch über alle Einkommensgruppen aggregiert, sagt also nichts darüber aus, inwieweit einzelne Einkommensgruppen betroffen sind. Die Höhe der Inflation wird von den Konsumenten unterschiedlich wahrgenommen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als diejenige für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als die langlebiger Konsumgüter und umgekehrt.

Beispiel Preis für einen Liter Benzin: Beispiel für einen Liter Kuhmilch: Der Milchpreis lag bei 0,49 Euro, inflationsbereinigt entspricht dies etwa 1,40 Euro Ob etwas tatsächlich teurer wird, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Lohnerhöhungen die Inflation ausgleichen siehe Reallohn. Es ist aber auch eine Frage der sich durch Soziale Mobilität verändernden Kaufkraft. Dies ist darauf zurückzuführen, dass alltägliche Ausgaben für Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen höheren Preisanstieg hatten als teurere, superiore Güter wie Computer, Autos oder Pauschalreisen.

Inflation und Kaufkraft Konsum sind zu unterscheiden. In der Realität wirkt sich die Inflation aber häufig auf die Kaufkraft aus. Wenn die Preise stärker steigen als die Löhne, dann kommt es zu sinkenden Reallöhnen und sinkender Konsum-Kaufkraft. Steigen die Löhne stärker als die Preise, dann kommt es zu steigenden Reallöhnen und steigender Kaufkraft.

Bei zeitlich vor der Inflation abgeschlossenen Verträgen verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht. So wird generell der Schuldner besser gestellt, während sich die Position des Gläubigers verschlechtert.

Das gilt zum Beispiel für Mieten, Unterhaltszahlungen, Renten- und Pensionsansprüche und Honorarforderungen aufgrund gesetzlich geregelter Honorarordnung wie bei Rechtsanwälten und Ärzten. So wurden die Immobilienbesitzer beispielsweise in der Deutschen Inflation bis faktisch vollständig entschuldet, während die Immobilien den Wert beibehielten.

Der Gesetzgeber versuchte, diese Inflationsgewinne über die Hauszinssteuer abzuschöpfen. Der Realwert seiner Verschuldung nimmt wegen der Inflation deutlich ab. Durch kalte Progression steigen zudem die realen Steuereinnahmen. Bei schwerer Inflation steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, denn da das Geld ständig entwertet wird, will niemand es lange behalten.

Kann nicht genug werthaltiges Sachkapital produziert werden, wird versucht, Wert in Devisen anzulegen. Die Entwertung des Geldes wird so beschleunigt. Versucht der Staat, die freie Preisbildung zu regulieren, entsteht statt offener verdeckte oder zurückgestaute Inflation. Im Falle flexibler Wechselkurse erfolgt eine Anpassung durch Abwertung des Wechselkurses der inländischen Währung gegenüber ausländischen Währungen.

Bei festen Wechselkursen erfolgt keine automatische Korrektur. Ist die Inflationsrate höher als in anderen Ländern, verbilligen sich die Importe, die Exporte verteuern sich. Dies führt zu Handelsbilanzdefiziten. Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet.

Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins.

So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, gehen bankrott. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung:.

Empirisch ist die Quantitätstheorie sehr gut belegt. Diese Untersuchungen zeigen, dass Inflation entsteht, wenn die Zentralbank die Geldmenge zu stark ausweitet. Wer global diversifiziert, hat Hunderte oder Tausende von Wechselkursrisiken und -chancen im Portfolio. Eine einzige oder wenige dieser Relationen z. Diese Wechselkursrisiken verhalten sich zudem oft anders als mancher denkt.

Das könnte mit dem Mehrrisiko in den Weichwährungsländern zu tun haben. Renditen sind nun einmal in erster Linie eine Risikokompensation. Wer in einem global diversifizierten Aktienportfolio den Wechselkurs zwischen seiner funktionalen Währung und dem USD oder zwischen seiner funktionalen Währung und den Währungen, die dem Sitz der Unternehmen im Portfolio entsprechen, absichert, geht in Wirklichkeit zwei getrennte Geschäfte ein: Ein Investment in einen breit diversifizierten Aktienkorb, in dem ein de facto unentwirrbar komplexes Gemisch von Wechselkurseffekten operiert und eine Spekulation darauf, dass seine Heimatwährung gegenüber diesen letztlich willkürlich ausgewählten Währungen aufwerten wird.

Diese verbreitete Form von Wechselkurs-Hedging von globalen Aktienportfolios hat mit der ökonomischen Substanz der Währungseffekte in den Portfolios relativ wenig zu tun. Die Wechselkurswette ist eine separate Zufallsvariable. Diese Form der Währungsabsicherung macht in einem solchen Portfolio aus Ex-ante-Sicht in die Zukunft gerichtet für die allermeisten Privatanleger keinen Sinn. Weder lässt sich dadurch langfristig eine zuverlässige Risikosenkung noch eine zuverlässige Renditeerhöhung erreichen.

Es existieren viele Zeitfenster, in denen Currency Hedging nicht zu einer geringeren, sondern einem höheren Portfolio-Volatilität geführt hat. Echte Währungsabsicherung, nämlich aller relevanten Wechselkurse ist unmöglich und wäre, würde man es auch nur näherungsweise probieren, viel zu teuer. Natürlich unterscheiden sich die langfristigen Renditen des Weltaktienmarktes gemessen in unterschiedlichen Währungen jeweils im Rückblick recht deutlich.

Das illustriert die Tabelle weiter unten. Weil das so ist, glauben manche Anleger, dass man mit Hedging eines international diversifizierten Aktienportfolios in Zukunft zuverlässig höhere Renditen erzielen könne als ohne Hedging.

Diese Anleger begehen zwei mit einander zusammenhängende Denkfehler: Stattdessen wird in Wirklichkeit eine separate Wechselkursspekulation vorgenommen.

Aus dem konsolidierten Rendite- oder Risikoeffekt auf das Anlegerportfolio — gemessen in ihrer funktionalen Währung — kann man aus einem solchen Hedge ex post eigentlich nur falsche Schlüsse ableiten. Ein zweiter, allgemeinerer Denkfehler besteht darin, dass diese Anleger unsystematische, zufällige historische Unterschiede zwischen den globalen Aktienmarktrenditen in unterschiedlichen Währungen in die Zukunft extrapolieren. Dass in kurz- und mittelfristigen Zeiträumen auch langfristige Auf- und Abwertungstrends nicht einmal historisch eine klare Basis für Hedging-Nutzen erkennen lassen, deuten die beiden unteren Zeilen in der Tabelle an.

Ohne Kosten und Steuern. Von bis Ende erlaubten die jeweiligen Zentralbanken ein zunehmend freieres Schwanken Floating der Wechselkurse Übergangsphase zu mehr oder weniger frei schwankenden Wechselkursen.

Der Drei-Jahres-Zeitraum war der letzte Teilzeitraum. In der wissenschaftlichen Literatur besteht weitgehend Konsens, dass Wechselkurssicherung in einem global diversifizierten Aktienportfolio keinen systematischen, also hinreichend zuverlässigen Vorteil erzeugt siehe exemplarisch einige Aufsätze im Kasten am Ende dieses Artikel. Für die Zwecke dieses Artikels wird der Risikoanker definiert als Portfolioteil aus Anleihen hoher Bonität die ersten ca.

Beim nominalen maximalen Drawdown zeigten sich ähnliche Verhältnisse alle Zahlen in Euro. Anleihen hoher Qualität sind bei den gängigen Risikokennzahlen drastisch weniger risikoreich als Aktien. Würde man nun Wechselkursrisiko in diese risikoarme Asset-Klasse einführen, z. Deswegen gilt es, bei Anleihen höherer Qualität Wechselkursrisiko relativ zur funktionalen Währung zu vermeiden. Soweit Fremdwährungsanleihen in einem solchen Portfolioteil enthalten sind, sollte ihr Wechselkursrisiko abgesichert werden.

Erfreulicherweise ist Währungs-Hedging bei Anleihenfonds bzw. Dies reduziert seine Aussagekraft. Um zu einer grundsätzlicheren Erkenntnis über die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu kommen, müssten demnach auch alle anderen für Ex- und Importe wichtigen Wechselkurse berücksichtigt werden — dies leistet der effektive Wechselkurs.

Bedeutsam sind dabei jedoch v. Zur theoretischen Begründung von Wechselkursschwankungen bestehen mehrere Theorien, die einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wechselkurs auf der einen sowie etwa dem Preisniveau , dem Einkommen oder dem Zinssatz im In- und Ausland auf der anderen Seite. Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure.

Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen. Während in Systemen flexibler Wechselkurse die Wechselkursänderungen nur durch Angebots- und Nachfrageverhalten der privaten Marktakteure entstehen, tritt in Systemen fixer Wechselkurse die jeweilige Zentralbank als zusätzlicher Marktakteur auf, der solange seine Währung kauft oder verkauft sogenannte Devisenmarktintervention , bis der festgelegte Wechselkurs erreicht ist.

Aus der Betrachtung der Wechselkursänderungen im Zeitverlauf kann darauf geschlossen werden, wie die Marktakteure die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen. Eine Währung erfährt eine Aufwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt steigt; es kommt zu einer Abwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt sinkt. Bei einer Darstellung des Wechselkurses in Mengennotierung bedeuten positive Änderungsraten eine Aufwertung der Inlandswährung , negative Änderungsraten dagegen eine Abwertung Devaluation.

Es verhält sich genau umgekehrt, wenn der Wechselkurs in Preisnotierung Devisenkurs dargestellt wird, dann entsprechen positive Änderungsraten einer Abwertung und negative einer Aufwertung der Inlandswährung. Sind die Gründe bekannt, aus denen ein Angebots- und Nachfrageüberhang entstanden ist, dann ist auch bekannt, wie die Marktakteure bzw.

Die wichtigsten Auslöser können sein:. Die Auswirkungen sind sehr vielfältig, ihre volle Entwicklung erreichen sie erst über einen längeren Zeitraum. Die wichtigsten Auswirkungen sind:.