Benutzer:Jowinix/Melville-Omoo 1



Endlich betrat die letzte Figur den Hain und hob noch einmal wie mahnend den Arm gegen ihn empor. Das Zukunftskonzept wurde nicht vom Parlament beschlossen, sondern nur vom Kabinett gebilligt. Inmitten bedrückender Tage, die voll der Melancholie, rufen meine kriegsversehrten Nacken- und Rückenwirbel zum Angriff. Sie zerren an mir herum.

Übersicht über die "Politik"-Meldungslisten


Der neue Fed-Chef muss den Geist wieder in die Flasche zwingen. Was ihm nicht gelingen wird. Money printing by the Federal Reserve has gotten so out of hand that within four short years probably less the amount of dollars conjured out of thin air will exceed the value of all gold ever mined in human history. Die Aktivitäten der anderen Gelddrucker sind noch dazuzurechnen. Daher muss der Goldpreis einmal richtig explodieren und das Papier untergehen.

Die Krise könnte jederzeit ein Comeback feiern Ein weiterer hochrangiger US-Notenbanker hält einen schrittweisen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes noch in diesem Jahr für möglich. Bei einer anhaltenden Konjunkturerholung könne die Federal Reserve wie ursprünglich anvisiert mit der Drosselung der milliardenschweren Bondkäufe beginnen, sagte der Präsident der New Yorker Fed, William Dudley.

Die Unprofessionalität in der nicht völlig unwichtigen Kommunikationsstrategie einer Organisation wie der FED erstaunt mich. Die Zauberlehrlinge sind wirklich ratlos. Diese Vorgehensweise erscheint nur vordergründig unprofessionell.

Tatsächlich wird dadurch der Zustand vor der jüngsten Ankündigung wiederhergestellt. Die Begrifflichkeiten "noch " und "anhaltend" stehen hier in deutlichem Widerspruch, die noch folgenden drei Monate dieses Jahres reichen nicht im Ansatz aus, um eine Erholung als "anhaltend" bezeichnen zu können. Abgesehen davon hat, auch angesichts des abermals auftauchenden Fiscal Cliffs, die FED gar keine andere Möglichkeit, als fröhlich weiterzudrucken.

Also nicht verunsichern lassen! Die Marktteilnehmer sollen in Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Gelddruckerei gehalten werden. Ein Verbrechen vor aller Augen. Ein Verbrechen, das ist es. Nicht vergessen, dass durch das US Fractional Banking 1: Von den anderen Instrumenten wollen wir gar nicht anfangen.

Wenn man weiter überlegt, dass eine Millarde ausreichen würde, um die Comex matt zu setzten, sieht man den Wahnsinn im Verhältnis 1: Momentan traut sich aber keiner zB Sprott , dies zu tun wahrscheinlich lebensgefährlich und CN und RUS warten, bis es sich von selbst erledigt, damit man nicht die Schuldfrage diskutieren muss. Es bleibt also wie es war: Be right and sit tight. Notenbanken sind gegenüber den Märkten machtlos.

Lockere Geldpolitik "erschüttert" die Experten. Also ich war nicht erschüttert. Heli-Ben hat zwar immer gesagt, dass er jederzeit die lockere Geldpolitik beenden könne und kürzlich angekündigt dies zu tun. Der gestrige Schritt hat gezeigt, dass dies nicht geht. Erst kurz vor Ihrem Tod merken sie, dass es nicht geht! Wenn schon eine derartige Lapalie, dass eben weiterhin 9 Mrd. Experte hat irgendeine grössere Kathastrophe nach offizieller Lesart auf dem Schirm, aber mit einhundertprozentiger Sicherheit in der Schublade liegen!

Diese allgemeine Erschütterung des Finanzpolitischen Mainstreams ist Volksverdummung erster Kajüte, die nächste Erschütterung der Experten kommt dann mit dem Schuldenschnitt für Griechenland ein paar Wochen nach der Wahl. Die Spirale dreht sich immer schneller Die Elite kündigt den Crash vorher an, das wurde mir gesagt, allerdings nicht direkt, sondern verklausuliert.

Sobald das geschieht, ist das Spiel aus und das System crasht. Ich sehe das Bernanke-Statement als Mitteilung der Eliten, dass der Crash noch in diesem Jahr stattfinden soll, vermutlich im November, im September jedenfalls noch nicht. Keine Zentralbank wird je mit dem Gelddrucken aufhören! Weil bei steigenden Zinsen dann kein Land mehr seine Schulden zahlen könnte.

Der Crash wäre damit vorprogrammiert. Die werden alle an der Nase herumgeführt. Da wir uns nun immer stärker dem jährigen Jubiläum der Schaffung der Federal Reserve annähern, ist es von entscheidender Bedeutung, dass das amerikanische Volk begreift, dass die US-Notenbank im Zentrum unserer wirtschaftlichen Problem steht.

Eine gute Zusammenfassung zum Themekomplex. Er kann ja Post austragen gehen wie einst sein Vater. Wer will das schon freiwillig tun bei dem was kommt? Droht unserem Geldsystem das Aus? Das Papiergeldsystem steht vor dem Zusammenbruch. Noch vor einem Jahr wäre eine solcher Artikel in diesem Blatt noch nicht möglich gewesen. ESM könnte Banken-Abwicklungsfonds vorfinanzieren. Fed-Sitzung nächste Woche — die Spannung steigt! Die Untertreibung des Jahres. Draghi ist der Nero des europäischen Finanzsystems.

Eine passende Bezeichnung für Draghula. Gegen Bernankenstein hat er keine Chance. Karen Hudes erklärt, warum es auf jeden Fall nicht mehr lange so weiter geht: Karen Hudes hat jahrelang bei der Weltbank als Anwältin gearbeitet. Nun pragert sie mit einer Gruppe von Informanten Whistleblower aus der Weltbank die dauerhaft negativen Effekte des Zentralbankwesens an. Die Gruppe von Whistleblowern wird von Antal Fekete unterstützt.

Auf die Frage, ob die dominanten Zentralbanken irgendwann wieder ehrliches Geld erlauben würden antwortet sie: Virginia und Utah haben das bereits getan. Es müssen wertgedeckte Währungen die Deckung muss nicht unbedingt Gold oder Silber sein erlaubt werden, da das Vertrauen in das alte System verloren geht.

Man denke an all die Güter die wir heute haben, sie sind montiert aus Komponenten aus der ganzen Welt. Das ist nicht schlecht, aber man braucht Währung um dafür zu zahlen.

Und die Fiat-Währungen werden müde. Think about all of the goods that we have right now. They are assembled out of components from all over the world. This is not a bad thing but you need to have currency to pay for it. And the fiat currencies are getting tired. Und sie beherrschen die Lage mit Macht die sie tatsächlich missbrauchen. Sie haben kein Recht dazu. Sie haben kein Recht die Medien zu kaufen und die ganze Lage zu verschleiern.

And dominating the place with power that they really are abusing. They have no right to do this. They have no right to buy the media and trick all of the scenery. Die Notenbanken sind wie ein Zirkusclown, der mit 27 Tellern jongliert.

Immer kommen neue dazu und alle bewundern, was der Clown alles kann. Britisches Euro-Trauma könnte sich wiederholen. An den Anleihemärkten scheint sich derzeit ein ähnliches Drama anzubahnen. Mir gefällt der anfangs zitierte Mark Twain-Sager, wonach sich die Geschichte zwar nichht wiederhole, aber sie würde sich reimen. Esther George bedrängt Bernanke. Das erinnert mich ein wenig an homöopathische Dosen.

Die Zauberlehrlingen haben keinen Schimmer, wie sie die Katastrophe stoppen sollen. Mexiko senkt den Leitzins. Entweder weiss er nicht von den Währungsreformen, oder er darf nichts sagen.

Der letzte liberale Ritter. Der verstorbene Ökonom Ludwig von Mises warnte vor billigem Geld: Erst produziert es eine Scheinblüte, dann ein Debakel, sagt er. Hat er die Krise vorhergesehen? Vermutlich will man uns sagen, dass das Debakel jetzt bald kommt. Bank of Japan behält Yen-Flut bei. Ein sich selbst aufblähendes Schuldensystem. Der ganze Irrsinn der Staatsfinanzierung durch die Zentralbanken auf den Punkt gebracht. Besonder kreativ dabei die Italiener.

EZB sollte die ganze Wahrheit an den Tag fördern. Ich mag die NZZ und ich lese sie sehr gerne. Aber etwas Kritik sei an dieser Stelle erlaubt.

Indern 25,8g pro Nase. Der Durchschnitt weltweit Klingt nicht besonders Gold-affin Man schaue sich an, was der Durchschnittsinder verdient und an Nettovermögen besitzt Mir hat einmal ein in Österreich lebender Inder gesagt, Gold hat in Indien auch eine religiöse Bedeutung. Man kann es den Indern nicht austreiben. Braucht sie ja auch gar nicht. Hinter ihr stehen ja unfreiwillig 8 Million Hackler, die für ihre Fehler grade stehen, bzw. Eines möcht ich dem Nowotny aber schon ins Stammbuch schreiben.

Schon beim Ausfall zwei warmer Mahlzeiten hat man allen Grund zum nervös sein. Europäische Zentralbank will mehr Chefinnen. Hilfe mir wird schlecht! Es wird höchste Zeit, dass das schuldenbasierte Tollhaus zusammenbricht. Das ist eindeutig zu wenig. Ach nein, Zombiequote brauchen sie nicht. Sie vertreten ja nur Zombiebanken. Treasury saying 'It'll take seven years,' even though it only represents about four percent of the theoretical gold they own.

So, moving tons doesn't take seven years. It's preposterous that it would take that long. Währungsverfall setzt sich fort. Dass auf diese Weise kein Wohlstand erzeugt werden kann, ist eigentlich offensichtlich. Bernanke ist aber nicht gescheitert, wenn die Folgen seiner Handlungen so intendiert waren. Ich mag einfach nicht glauben, dass dieser eignetlich ja recht gebildete Mensch aus reiner Blödheit oder Verzweiflung solche Fehler begeht.

Nein, nein, nein da ist viel mehr dahinter als reine Dummheit! Von was fabulieren Sie da? Grund und Boden vollgemacht. Das NWO Grid ist nahezu perfekt. Ich fabuliere gar nichts sondern habe rein inhaltlich gesehen nichts anderes in 1,75 Zeilen gesagt, wofür sie jetzt 4,25 Zeilen gebraucht haben. Nämlich, dass alles absichtlich so getan wurde, weil es aus deren Sicht nötig war. Mit Fehler meinte ich, dass es aus Sicht der Normalmenschen wie ein Fehler aussieht.

Ihr Mails werde ich erst morgen wieder öffnen. Er handelt also konsequent nach seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dieser Umstand ist mir natürlich bekannt. Ich denke aber, dass der Mann danach auch was dazugelernt hat und mehr wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt hat.

Wo kommen wir denn da hin wenn der Erkenntnisgewinn nach dem Studium aufhörte. Zinspolitik, tatsächliches Noten einsammeln; die Wirtschaft würde nach einer längeren Durststrecke schon wieder anspringen: So lange aber reales Geld in Form von Münzen und Noten nicht nach unten dringt in die Masse , kann man das lange treiben.

Deswegen auch die andere Diskussion, man möge mehr investieren. Also spart auch die Wirtschaft spart, rationalisiert, senkt Lohnkosten und produziert mehr.. Das hat aber einen gewaltigen Haken: Und die Arbeitslosen bzw Geringverdiener nehmen zu nicht nur wegen dem Schnakseln —laut Fürstin Gloria von Und hier sind wir weltweit angelangt.

Daraus gibt es zwei Auswege: Diese Lösung hat auch was Schönes für sich: Das ist einer der Gründe, warum die US-Eliten so kriegsgeil sind. Die USA sollen gestärkt daraus hervorgehen.

Nach der Finanzkrise Brauchen wir ein neues Geldsystem? Es ist viel zu viel Geld im Umlauf. Weil die Banken es aus dem Nichts schöpfen. Und die Staaten nicht genug davon kriegen können.

Höchste Zeit, grundsätzlich neu zu denken. Es werden verschiedene Modelle vorgestellt und analysiert. Vielleicht ist dieser Artikel als Hinweis zu werten, dass sich radikal etwas ändern wird. Ein Unbehagen am aktuellen Geldsystem bleibt -aber zurzeit gibt es keine Alternative mit Aussichten auf Erfolg Ich habe eine einfache Lösung: Selbst die Schreiberlinge des oben zitierten Textes werden nach der Währungsreform noch rätseln, woran das Papiergeld denn nun "verstorben" ist.

Diese Journalisten leben fast alle von der Hand in den Mund, bzw. Mit Investments haben sie keine praktische Erfahrung. Eine geringere Potenzialwachstumsrate — das höchste Tempo, mit dem die Wirtschaft wachsen kann, ohne die Inflation anzuheizen — bedeutet, dass die Fed rascher an der Zinsschraube drehen müsste, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt.

Ein schwächeres Wachstum würde zudem die Fähigkeit von Unternehmen begrenzen, den Gewinn zu steigern, und von Arbeitnehmern, Lohnzuwächse zu erlangen. Auch dürfte es schwieriger werden, das Haushaltsdefizit zu senken. Die Amis haben für solöche eine Sitaution ein wunderschönes Wort. Wir befinden uns "between a rock and a hard place". US-Hypotheken werden spürbar teurer — kann der Verbraucher das wegstecken?

Die US-Notenbank setzt weiter auf Dollarschwemme. Bank of Japan völlig losgelöst. Die japanische Zentralbank will die Geldschleusen noch weiter öffnen, obwohl klar ist, dass der Erfolg mehr als bescheiden ist. Indische Zentralbank greift ein. Beginnt der Bondcrash vielleicht in einer Ecke, wo ihn niemand so richtig auf dem Radar hatte?

Alle Welt schaut zur Zeit wie gebannt auf die Entwicklung der 10 yr. US-Treasuries, aber das nackte Grauen bekommt man bei den indischen Bonds: Der Staat vielleicht nicht so lange. Das indische Volk - zumindest der klügere Teil davon hat ja vorgesorgt. Davon zeugen nicht zuletzt die jüngerne Goldimportdaten. Das ist nur ein Bla Bla. Wir sehen, dass sich die Zinsen "normalisieren" steigen. Über das Rating der Retter muss man kein Wort mehr verlieren. Spätestens dann werden die Zinsen steigen - sollte die Währungsreform nicht im September kommen.

Nazis, Gold und Euro: Die unheimliche Macht der BIZ. Bundesbank warnt vor Chaos bei Sepa-Umstellung. Vom Notfall- zum Dauereinsatz. Wie ist das wohl zu bewerten? Mir wird mein Leben lang in ERinnerung bleiben - April Das war mehr als deutlich.

Aber die g'scheiten Amis haben immer weitergemacht. Jetzt beginnt sich der Osten zu wehren mit wahrschienlich verheerenden Folgen für den Greenback! Der Fed droht ein Teufelskreis. Die Welt verkauft den Schrott, der Kurs kann dank selbsterbauter Derivate-Marktmacht manipulativ gestützt werden. Eine Umkehr des Trends halte ich für ausgeschlossen, das wird so weitergehen.

Interessant wird sein ob und wie lange man dieses Stützungs-Tam-Tam durchhalten kann? Gut möglich, dass es funktioniert. Von mir aus kann er diese wertlosen Dollars in wertlose Euros, Yen oder Miesmuscheln eintauschen. Ein wirklich einmaliges Kapitel für die Wirtschaftswissenschaften, nur habe ich Zweifel ob Wirtschaftswissenschaftler überhaupt verstehen was das geschieht.

Betriebsblindheit ist nicht heilbar, daher das viele nichtssagende Geschwafel jener Zunft. Natürlich auch die gegenüberstehenden Guthaben. Die nächsten Wochen wird das so weitergehen, auch deutsche Bundesanleihen wird es wohl endgültig mit einem Abverkauf erwischen. Die aktuelle Situation wäre sehr günstig, nur das "ob es jetzt soweit ist" wissen wir leider nicht.

Siehe auch den Artikel über die gigantischen Verluste der ZBs. Wer zu lange wartet, erleidet noch höhere Kursverluste. Auch die Bunds werden schon abverkauft. Bannung der Euro-Krise, verbessertes Wachstum. Das möchte ich mal stark bezweifeln. Some thoughts on 'international reserves'. Goldpreis-Crash kostet Notenbanken Milliarden Euro. Papiergeld scheitert immer wieder — halten Sie Ihr Gold! Deutsche sollen Inflation ertragen.

Dies würde ich zum Sabelrasseln im Vorfeld dieses Meetings zählen. Man muss der Welt wieder einmal seine Bedeutung zeigen. Ich ertrage es nicht, wenn andere mir vorschreiben wollen, was ich zu ertragen habe. Und ich ertrage es nicht, wenn nciht vom Volk gewählte Strukturen, mir finanziell an den Pelz gehen und das von mir Erwirtschaftete absichtlich entwerten und verwässern. Bank of England helped the Nazis to sell plundered gold. Auch in der Vergangenheit in merkwürdige Geschäfte involviert!

Das weltweite Zentralbanksystem steht am Rande des Abgrunds! Und die Anleger sind die Versuchskaninchen. So verrückt sind die Akteure der heutigen Finanzwelt. Hirnverbrannt in den MBA-Schools. Bundesbank im Abwehrkampf gegen faule Kredite aus Südeuropa.

Dramatische Zuspitzung der Euro-Krise. Es tut sich was. Das wäre noch vor wenigen Jahren noch nicht denkbar gewesen. Bundesbank-Gold aus New York in China eingeschmolzen? Der in New York gelagerte Anteil der deutschen Goldreserven soll von derzeit 45 Prozent schrittweise auf 37 Prozent im Jahre sinken, kündigte die Bundesbank im Januar an. Das Gold sei weg, genauer gesagt in China. Man will die Bevölkerung darauf vorbereiten dass das Gold weg ist und sagen "die Amerikaner haben es verkauft".

Trotz aller un möglichen Instrumentarien bis hin zum flächendeckenden Bürgerbetrug haben die vermeintlich Mächtigen die Krise nicht repariert - noch nicht einmal eindämmen können. Es ist höchste Zeit für einen Handwechsel. Ja zur Druckertätigkeit, Ja, dazu ist man bereit. Das ist freilich angenehmer Und dazu auch viel bequemer, Als nach österreichschen Lehren Volksvermögen zu vermehren Aber wehe, wehe, wehe!

Wenn ich auf das Ende sehe. Draghis Lehrer - Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Solow - hat vorgeschlagen, die EZB könne nach dem Vorbild der amerikanischen Notenbank Staatsanleihen aufkaufen, um damit das Zinsniveau nach unten zu bewegen. Super sache, einen pleitestaat als vorbild zu nehmen. Das wird auch gemacht werden, das mit den tiefen Zinsen.

Erst wenn die Regierungen den Mob komplett enteignet haben kommt dann der neue Doller, der Euro2 und der bereits gedruckte Schweizer Franken nicht. Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung. Damit dürfen die Banken einen neuen Kasino-Tisch eröffnen. Es ist derselbe, an dem im Jahr die Bombe hochging, die die Finanzkrise auslöste.

Mit der ganzen Aktion werden die Notenbanken so ganz nebenbei zu den grössten Immo-Besitzern. Es ist aber ein Spiel mit dem Gift namens Fremdkapital.

Neue Anzeichen für ein weltweites Bargeldverbot. In Kanada werden keine 1 und 2 Cents Münzen mehr von der Zentralbank herausgegeben: Die Herstellung sei zu teuer was bedeuteten würde das Kanada zu sehr seine kanadischen Dollars entwertet hat.

Man möchte die Bargeldnutzer Geschäftsleute wie auch Privatpersonen so richtig ankotzen. Ebenso wurden auch die 1 und 2 Cent Münzen in den Niederlanden eingestellt aus dem selben Grund wie in Kanada. Deutschland hat sich als einer der wenigen Länder gegen das Verbot von 1 und 2 Cent Münzen entschieden!!! Endlich mal eine positive Nachricht. Und zu guter letzt: Ohne EC-Karte kann man also nicht mehr überweisen. Jede Privatperson soll also eine Plastikkarte besitzen. Schaut euch mal an wie die Zusammenfassung aussieht: Die Herstellung dieser kleinen Münzen ist einfach zu teuer geworden.

Und die TAN-Blöcke waren einfach zu unsicher. Mein Opa hätte mich mit diesen o. Wen interessieren denn 1- oder 2-Cent-Stücke??? Wen es wirklich stört, dass er um Die meisten Menschen können nicht rechnen; beim BlödZeitung "lesen" verlernt. Wenn es keine er mehr gibt Ich habe immer zwei Mit kleineren Scheinen kann man immer passend bezahlen, warum sollte ich mir diesen Vorteil nicht verschaffen? Heute noch einige Hunderter, nie er oder gar er.

Wer braucht so was? Also, wenn der Michel und die Schlafschafe nicht aufwachen wollen , was geht mich das an??? Lasst sie schlafen, sie wollen es nicht anders! Ich mache zur Zeit Telefonakquise, um die Leute aufzuwecken und diese mit Goldbarren zu bestücken:. Und für diese Quote muss man schon seeehhhr seeehhhr gut sein! Der Silberfuchs liefert die Antworten schon vorher. Da lass ich ihm lieber Zeit für die Telefonakquise.

Unsere Abhängigkeit von den Notenbanken wächst gewaltig. Der Ausstieg ist ganz einfach: Mal sehen, wer dann abhängig ist. QE und Zentralbankpolitik als Risiko für Staatsanleihen? Die Macht der Notenbanken. Sind wir also endgültig in einer Welt angekommen, in der das Handeln von Notenbanken wichtiger genommen wird als das fundamentale wirtschaftliche Geschehen, wie Mohamed El-Erian von der amerikanischen Fondsgesellschaft Pimco besorgt sagt?

Ja, die Medien und die Marktakteure sind dressierte Hunde geworden. Virtuelle Tour durch die Bank of England. Da sollen wohl alle Spyphone-Fussfessel-Träger veräppelt werden. Die Miene der Queen, als sie sich in diesem Lager umschaute, sprach doch Bände.

Die wollte sich vergewissern, dass IHR Gold auch wirklich da ist. Eine offizielle Aussage der Queen hat es dazu nie gegeben. Nun, da hat sie festgestellt, warum man in den Investment-Banken der Londoner City die englische Hymne jetzt oft so singt: God shave the Queen! Die Differenz zwischen den Renditen von zwei- und zehnjährigen deutschen Bundesanleihen hat den höchsten Wert seit mehr als einem Jahr erreicht.

Normalerweise müsste bei nachlassender Konjunktur wie jetzt die Zinskurve invers werden, also die langen Zinsen niedriger. Das ergibt einen ordentlichen Goldpreis-Ausbruch, wenn das Kartell versagt. Ganz schöne Kursverluste, obwohl die Zinsen erst gering gestiegen sind.

Die Marktteilnehmer hoffen auf schlechte Unternehmenszahlen, damit die Notenbankkartelle nicht auf die Idee kommen, die Zinsen zu erhöhen. In beiden Fällen würden die Notenbanker panisch in den Keller gehen und ihre Druckerpressen abschalten. Das sind diese Frontrunner unter den Tradern, die glauben, sie müssten nur schneller auf Ausserungen der Zentralbanker reagieren als die Konkurrenz.

Ja, die Märkte sind komplett pervers geworden. Zeit für eine Änderung. Bank of Japan druckt Yen — was sonst! Jetzt fehlt nur noch eine gleichlautende Meldung der Bank of England, dann ist das Quartett der Gelddrucker mit kaputten Währungen wieder komplett.

Die Bank of England hat schon früher die Notenpresse einen Gang hochgestellt. Die Trilemmas von Goldstandard und Eurozone. Central Banks — Words and Deeds. Beides kommt zu spät. Skandinavische Währungen bieten keinen Schutz mehr. China greift Euro und Dollar an. Bernanke bringt eine Lawine ins Rollen: Nationalbank vor neuem Rekordverlust. Tja, Europaretten kostet Geld, das müssen nun auch die Schweizer schmerzlich erfahren.

Zentralbanken haben sichere Staatsanleihen durch Manipulation zerstört. Russia and China building their gold reserves. EZB erwägt vorausschauende Botschaften an Märkte. Den verstärkten Einsatz vorausschauender Botschaften gibt's doch schon längst und seit Jahren in Form von Kursmanipulationen der Aktienmärkte und vorallem der EM-Preise!

Making the most of borrowed Time. London und Peking vereinbaren Währungstausch. Türkische Lira sinkt auf Rekordtief. Eine Schelte für die exzessive Geldpolitik gab es nicht. Von einem Währungskrieg wollte niemand reden.

G8 loben den vermutlich deftig zugekoksten japanischen Chefinflationeur. Schauen Sie sich eine Schimpansenrotte im Aufruhr bei Feindesanblick an, warum sollen Bondaffen anders sein? Rupee hits all-time low of 60; will act when necessary, govt says. Geldwettbewerb als elementare Freiheitsforderung. Papiergeld verbirgt die Wahrheit. Was Sie über den Zins wissen sollten. Bernankes Drahtseilakt ohne Sicherungsseil.

Blasen überall, Inflationsausbruch befürchtet. Japaner fliehen aus US-Staatsanleihen. Die Bondblase wird bald platzen. Eigentlich können Zentralbanken nur zwei schädliche Dinge: Mehr oder weniger Geld drucken zu mehr oder weniger Zins. Dafür braucht man halt Fassade, den "ehrwürdigen" römischen Palast FED etwa, oder den Frankfurter Glaspalast, der wie seine Insassen völlig undurchsichtig ist.

Und natürlich den Ruf des magischen und mystischen. Eben alles nur Fassade, bröckelige sogar. BoJ denkt an neue Geldschwemme. Putin sieht Reformbedarf beim IWF. Den Einlegern Europas lief kollektiv der Schauer über den Rücken — könnten die Banken tatsächlich in einer Art von Halsabschneiderei die Gelder der Einleger konfiszieren? Ja, diese ganze Enteignungspropapgada geht von der BIZ aus.

Bisher hiess es, die Devisenmärkte seien zu gross, als dass sie dauerhaft manipuliert werden könnten. Hier liegt jetzt der Gegenbeweis vor. Das ist im Grunde für alle Akteure perfekt. Bis auf die, die am Ende die Zeche zahlen müssen Denn die europäische Union ist kein Selbstzweck, auch die Bundesrepublik ist kein Selbstzweck.

Der Staat muss den Menschen dienen und nicht die Menschen dem Staat. Die Aufgabe des Staates ist es, den Bürgern zu ermöglichen ihr Selbstbestimmungsrecht zu verwirklichen. Klingt nett, aber was davon bei der Urteilsverkündung am Ende übrig bleibt? Da wird schon der Aus- oder Umweg angedeutet: Jene entstammte nicht, wie allgemein angenommen, der Verbindung Berner und luxemburgischer Familien, nein, Selma Kladtke war unehelich, ganz und gar besitzlos, mit unbedeutendem, beinahe kümmerlichem Aussehen zum Siegeszug angetreten.

Der begann dürftig und wenig versprechend in einem Hutmachergeschäft am Spittelmarkt, Berlin Mitte, als stumpenbügelnde Zweithilfe. Das beschränkte Programm, auf Betriebsausflügen und Dampferfahrten erprobt, verführte sie, sich dem Publikum Berliner Kleinkunstbühnen zu stellen. Das Echo war lähmend. Bedrängt, fand sie sich in zahlreichen, zum Teil nicht bekanntgegebenen Stellungen aller A r t wieder. Der Abbruch einer Schwangerschaft fiel mit dem Anfang des Krieges zusammen.

So trampte Selma Kladtke, Künstlerin, gebürtig zu Rangsdorf bei Berlin, im Mai des Jahres mit nur einem Pappkoffer und ohne Akkordeon über die Schweizer Grenze, heiratete sogleich einen alten, doch willigen Einheimischen, zeigte sich anstellig im Erlernen des Schwyzer 52 Dütsch und wurde, kurz nach Erhalt des helvetischen Passes, zum ersten Mal Witwe.

Ein Schweizer Millionär, vom Bankwesen aufgerieben, nahm sich der Trauernden an, machte sie alsbald zur Gemahlin und Erbin, verschied noch im gleichen Jahr. Ihm folgte ein südamerikanischer Milliardär - Zinn -, nach dessen Ableben sie sich das Versprechen gab, bei südamerikanischen Milliardären zu verweilen.

Die Erbschleicherin wich, obgleich der Sieche rachsüchtig krähte, einer 70jährigen, an irdischen Gütern Desinteressierten; und so kam alles, nach einem letzten dramatischen Selbstmordversuch der Selma-Lala, zum gewohnten Ende. Es war das Lachen der dunklen Hausflure des Spittelmarkts, der schäbigen Tourneegarderoben, der eindeutigen Witze frauenloser Männer in feldgrauer Etappe.

Ick meine, die ihren reichen Heinis fremde Bäljer 53 untaschiebn. Ick kenne zwei, die ziehn de Jörn von irjendeenem uff und jloobn tatsächlich, det wärn de eijnen. Also so nu ooch nich. Er war ein Prinz. M i t einer wehmutsvollen Grimasse erhob sie sich, dankte den Obern des Grillroom mit leichtem Nicken des Kopfes, trennte in Bruchteilen der Sekunde Selma von Lala, durchquerte mit sicherem Schritt die Halle, bat in glaubhaftem Schwyzer Dütsch um Schlüssel und Weckruf, besprach in ausgezeichnetem Französisch Wetter und Zustand der Pisten, betrat den Fahrstuhl und entschwand, ihr Geständnis weit hinter sich lassend.

Er war von der frohsinnig theatralischen Selbstsicherheit, die ansonsten nur Amateuren zu eigen. Ungeachtet der salopp teuren Kleidung, ähnelte er einem alternden Matineeidol, das noch immer an kleineren Bühnen ein hochgelobter Gast.

Bei jenen, die in Unkenntnis seiner Position, hätte das leutselig überhebliche Gehabe eher ein Lächeln nachsichtiger Irritation heraufbeschworen. Noch trank er, legte leger einen A r m um die Taille eines Mädchens, das bisher unentdeckt und dem ehernen Kreise fremd, das kurzum: Die Hoffnung auf einen saisonwürzenden Skandal vorläufig zunichte machend, bat sie, leicht schwankend, doch zwanglos lächelnd, zu Tisch.

Die uralte Principessa setzte sich als erste. In dem von losen gelben Hautfalten umhangenen Gesicht hatten ungezählte Jahrzehnte jedwede Merkmale verwischt, und weder vermochte man in ihm Weisheit von Erschöpfung, noch Güte von Boshaftigkeit zu unterscheiden.

Doch 55 der schonungsbedürftige Eindruck, den sie machte, war trügerisch. Geradezu brünstig starrte er sie an, nahm ihr gegenüber Platz. Nur einmal schweifte er ab, wandte sein Interesse der hemmungslos schlingenden Gemahlin eines italienischen Bankpräsidenten zu, bellte in unvermutetem Deutsch: Der is aus Balin", und beugte sich sogleich dem mürben Gehänge der alten Principessa entgegen.

Nach einer Reihe weicher Rülpser verkündete sie mit wabernder, doch durchaus hörbarer Stimme: Die Kälte ist grauenvoll. Obgleich ihre Abwesenheit der Saison keinen Schaden zugefügt, so hätte es dennoch Verrat bedeutet, zu Hause zu bleiben oder gar den Ort mit einem anderen zu vertauschen. Das Abmagern der Clique wäre der Auflösung eines gefährdeten letzten Brückenkopfes gleichgekommen. Er war der einzige im Raume, von Eingeschleusten abgesehen, der im Arbeitnehmerverhältnis lebte, und zwar als Einkäufer eines Frankfurter Warenhauses.

Fürderhin zeichnete er sich durch die A r t der von ihm gewählten Transportmittel aus; er kam per Bahn und nicht, wie alle anderen, per Privatjet. Er, der keine Wahl, schrie rotangelaufen und der Hysterie nahe: Ermattet, faltete er die kleinen, derben Hände, reckte in letzter rechthaberischer Geste das kantige Kinn. Dem emphatischen Appell wurde keinerlei Beachtung geschenkt. N u r Francoise, die Frau des berühmten Psychiaters, schritt zur Tat.

Börti, dem der Posten des Bürgermeisters als auch die Führung eines exklusiven Restaurants oblag, war Karate- und Jiu-Jitsu-Meister, Oberst der schweizerischen Armee und, so tuschelte man voll erotisierter Hochachtung, 57 während des Krieges ein von der Gestapo gesuchter und nie gefundener Spion.

Börtis Sprung brachte Leben ins Leblose. Stühle kippten, der Fürst stelzte mit todesverachtender Miene zum Fenster, Andre griff erbleichend zur tablettengefüllten Tabatiere, der alte Cognac-König Bonato kicherte greisenhaft und schüttelte aufgeregt die Batterie seines Hörgeräts, selbst die Principessa, aus ihrem Nickerchen geschreckt, räusperte sich dröhnend und rief mit einer Stimme, die an einen verbeulten Gong erinnerte: Zwei Kellner nickten verschreckt, eilten hinaus, kehrten mit einem ponchoumwedelten Trio zurück.

Mürrisch schleppten sie sich in den überhitzten Raum, stimmten, Flüche zischend, ihre Gitarren, nahmen klurrend Aufstellung, fletschten gleich wutentbrannten Gorillas die Zähne und gaben sich übergangslos ekstatischem Geheul und Gestampfe hin.

Das mexikanische Trio, offensichtlich des Deutschen kundig, fuhr nach der mit Applaus aufgenommenen Meldung im unterbrochenen Liede fort, nahm, sobald es geendet, den gleichen mürrischen Ausdruck an und klurrte, Zigaretten anzündend, hinaus.

In die Pause trat D r. Sein langes knochiges Gesicht wies erste Anzeichen von Trunkenheit auf. Marina lief ihm entgegen, umschlang seinen Hals; eine Gavotte probierend, stürmten sie auf ein vorbeischwebendes Käsebrett zu, hielten schwankend und schnaufend aneinander fest, stopften eine Unzahl von Käsehäppchen in sich hinein, 58 erst dann nahm Dr.

Albertini den gereichten Whisky zu sich. Selbst die Deutschen wären gescheitert. Sie haben uns gefürchtet. W i r waren präpariert. Die Frau eines Reeders machte sich frei, erklomm den eilends geräumten Tisch und hopste, den midilangen Rock schürzend, eine unzulängliche Polka, stürzte sich in die Arme eines töricht gackernden Lords, beendete die Darbietung unter frenetischem Beifall mit einer Anzahl kurzer hoher Schreie.

Die Freuden der Macht wurden pappig und banal wie Samstagabendklopperei, wie Striptease in der Küche, wie Eckkneipengesang. Albertini blinzelte beeindruckt, rief: Er ist ein Genie. Er hat mich zur Siebzehnjährigen gemacht. M i t der nehm' ich's noch lange auf.

Vierzigtausend Dollar und ich war wieder jung. Seh' ich nicht aus wie zwanzig? A l bertinis A r m , schlürfte sein Glas leer, rief mit tuscheschwarzen Tränen in den weiten, schön geschnittenen Augen: Sag mir, was es bedeutet.

Hat es einen Sinn? Albertini hochschnellen und mit Pelz und Tasche zum Ausgang hasten. Vor einem Baum lag die ungarische Gräfin mit blutverschmiertem Gesicht und 60 ausgekugelten Schultern. Guido Agallo, auch die Eingeschleuste waren nirgendwo zu sehen. Bela, an die Tür seines Mercedes gelehnt, brüllte: Hab' genug von euren dreckigen Meeren.

Und mitten im Wald. Belas Kopf kippte zurück, sein Atem zog in steiler Säule aus dem weit geöffneten Mund, er stand gleich einem röhrenden Hirsch, schrie prustend und sich auf die Schenkel schlagend: Marina stand im Türrahmen, vom Licht einiger verglimmender Schneefackeln beleuchtet.

Ihr Gesicht war glasig wie aufquellender Sago. Später, vor den Badezimmerspiegeln ihres Hauses, würden 6! Sie wird mit ihren langen Fingern die tiefen Falten nachzeichnen, sich ein wenig Selbstmitleid zugestehen und der üblichen Dosis Schlaftabletten ein oder zwei hinzufügen.

Ohne Zweifel, sie hatten gewartet, um in der Stunde der Müdigkeit und des unbezähmbaren Schlafbedürfnisses Grundsätzliches zu erläutern. Da war'n wieda anonyme Anrufe, und eener hat an de Tür jescharrt, war sicha n Einbruchsvasuch.

Eena von eure Nassauer. Den ham ma rauskomplementiert. Sie kennen ihre Pappenheimer. Wenn de nischt hast, wirste ausjebeutet. Glucksend bahnte sich der Ausbruch an.

Am nächsten Nachmittag war ich bei Dr. Er war nicht da, Skibrüche, Katzenjammer, Liebeskummer, auch Grippen aller A r t und Herkunft sowie Schwätzchen bei Whisky oder Gin hielten ihn zumeist davon ab, seinen Vereinbarungen nachzukommen. Vor dem Fenster seines Ordinationszimmers, 63 das einem Anwaltbüro ähnlicher war als einer Arztpraxis, winselten zwei Baukräne.

Ein gemächlich murksender Bagger blökte zwischenzeitlich, die heftigen Rufe italienischer Arbeiter bellten über den Lärm hinweg.

Auf dem schweren Renaissancetisch standen eine englische Kaminuhr, sechs silbergerahmte Fotos, die ausnahmslos Pferdeköpfe zeigten, sowie eine Messingschale mit Einladungskarten. Nichts deutete auf den Dr. Offensichtlich liebte er den Gedanken mehr als die Familie selbst; denn vor allem liebte er Frauen, schöne, knabenhafte, wenn möglich eurasische Frauen. Er liebte sie unbekehrbar, schülerhaft und, obgleich platonisch, so doch zum Leidwesen seiner eigenen, die frühzeitig scharf und zänkisch geworden war.

Sie hatten nach fünfundzwanzigjähriger Ehe den zähen und unnachgiebig bitteren Punkt erreicht, an dem sie ihre Unzufriedenheit mittels kleinlicher Nörgeleien kundtaten.

Seine oft prahlerischen und langatmigen Anekdoten entlockten ihr nur noch ein freudloses, beinahe angewidertes Lächeln, sein mangelhaftes Englisch unverhohlene Schadenfreude und schnippisches Besserwissen. Manchmal waren ihre Augen verweint und der herbe, beherrschte Mund zittrig und lose.

Dennoch, man ging gern ins Albertinische Haus, das altmodisch und brav und dem jener unvermeidliche Hauch schweizerischer Unterstapelei anhaftete: Die würden denken, der gibt ja an.

Albertini mit einstündiger Verspätung seine Praxis betreten. Wie immer breitete er die Arme aus, wie immer war er gekleidet, als befände er sich auf dem Weg zu einem Londoner Club und 64 nicht in die Sprechstunde eines im karnevalesken Skiort residierenden Arztes.

Ein verästeltes Netz von Längsfalten glitt über die gebräunten Wangen und verlieh dem bisher markig Jovialen den Ausdruck bissiger Unduldsamkeit. Stöhnend nahm er Platz, rief: Die Unterschätzung des kurzgehaltenen Berichts manifestierte sich i m: In das hohe Jaulen hinein sagte er: Ein untrüglicher Wegweiser der physischen Gesundheit ist das Haar. U n d Ihres ist prachtvoll.

Doch das ist exzellent. Am Schlaganfall werden Sie nicht sterben. Gehen Sie spazieren, atmen Sie unsere schöne klare Luft. Werden Darmflora im Auge behalten. Und in vier Wochen sind wir wie neu. Es w i r d Jahre dauern. Sie hätte längst behandelt werden müssen, täglich Übungen machen.

Ich rief ihn an. Er ist der Beste. Lassen Sie vorher Nierentests machen. Es war 7 Uhr 30 früh, die Klinik raschelte mit der spannungsgeladenen Emsigkeit, die Kliniken am Morgen zu eigen. Sitzend scheint er die personifizierte Gelassenheit, doch wenn er geht, glaubt man einen Verfolgten zu beobachten. Er ist nirgends und überall, hastet geräuschlos durch die Korridore seines Spitals, als sei er der Hauptakteur eines infarktvorbereitenden Kriminalstückes.

Seine Studenten nennen ihn König A. Er ist klein, zierlich, sein Haar gleicht einer häufig benützten Bürste. Die Augen hinter randloser Brille sind wach, spöttisch und ungewohnt aufmerksam. Die Hände sind überaus schmal, sehnig, feinfühlig und scheinen mit den Empfindsamkeiten seiner Patienten vertraut. Wie jeder gynäkologische Chirurg erträgt er die sabbernde Anbetung der Schwangeren und Kranken, die nach Überwindung des Schamgefühls seinen Untersuchungsstuhl besteigen und in der Untersuchung und im vorsichtig eingeführten Spekulum die unauslöschliche erotische Begegnung wähnen, auf schüchterne, fast bemitleidenswerte A r t.

So unterliegt König A. Fast ausnahmslos erweisen sie sich unter König A. Noch ahne ich nichts vom Intrigenspiel am Schweizer Hofe. Wann haben Sie zum letzten Mal gegessen? Sie sollten sich zuvor erholen. Sein Lächeln wird gutwillig und unachtsam, als bereite er sich auf die narkosegetrübten Erzählungen eines Phantasiebegabten vor.

So stehen sie körperlos und halbgesichtig, obendrein durch grüne Hauben von ihren Schädeldecken befreit und warten auf die überfällige Schläfrigkeit der Patientin. Ohne Bürste und ohne Mund sind die Augen wohlwollender, wie die eines freundlichen, doch aufgeweckten Kindes. Die ungewohnte Operationszeit - es ist 7 Uhr abends - scheint dem Eingriff Abenteuerliches zu verleihen. Ich beginne mich wohl zu fühlen, werde vergnüglich zuversichtlich unter den abwartenden besänftigenden Blicken, werde wunschlos und sicher hinter dem breiten grünen Rücken einer am Instrumententisch hantierenden Schwester; selbst das leise Klirren scheint behaglich, wie das Surren des Kaffeewassers auf holzgefüttertem Herd.

Die Lähmung beschränkt sich auf Sprachzentrum und Zunge, noch denke ich klar und ohne Verzögerung, doch bin nicht imstande, gewohntes Denken auf gewohnte Weise mitzuteilen. Gleich einer Ameisenherde befällt mich die Unruhe, krabbelnd, ätzend. Schon glaube ich zwischen die Halterung der schmalen OP-Bank zu fallen. Das Lächeln bleibt in meiner Nähe, es ist ein an niemanden und nichts gebundenes Lächeln. Das Licht einer Neonröhre blendet mich. Bernsteinfarbene, fast hellgelbe Augen beobachten mich, Doggenaugen.

Der Schädel ist breit, die Haare sind schwarz, jede Welle mit engzahnigem Kamm sorgfältig gelegt. Ohne den grünen Kittel könnte er Gesangslehrer sein, Mittelschule, Provinzstadt, auch Besitzer eines gutgehenden Hafenrestaurants.

Das Doggenauge signalisiert Gefahr. Bedingungslose Unterordnung scheint die Eintrittskarte zur Fürsorglichkeit, die sich, göttlicher Unantastbarkeit ähnlich, in Grausamkeit verkehren kann und kraft derer unendliches Leid über Zweifler und Fragesteller ergossen wird. Doch das Doggenauge ruht kritisch und keineswegs huldvoll auf mir. M i t geneigtem Kopf läuft er mir nach, flüstert: In drei Wochen erwarte ich Sie zur Operation.

Er ist stämmig, polternd, sein Organ gleicht dem eines mit ständiger Heiserkeit kämpfenden Jahrmarktausrufers. Sein rotes Gesicht scheint eine gut einstudierte Zurschaustellung der unbeschwerten Lebensfreude.

Die Kanadierin nutzt das kurzfristige Verschwinden, um mit vor Entsetzen geweiteten Augen und rotfleckigem Hals ihre Lebensgeschichte vorzutragen. Die Narben, verstehen Sie, die Narben haben meinen 72 Körper entstellt, ich bin hier fremd und allein.

Sie waren im Krieg, Sie waren oft krank, Sie kennen Schmerzen. Nur die, die Schrekken kennen und Unbarmherzigkeit, verstehen und begreifen.

Es geht allen so gut. Das laute Lachen des Dr. Sie reckt die Schultern, als müsse sie sich verteidigen, und geht rasch hinaus. Das batteriegespeiste Kästchen beordert sie zum nächsten Telefon, zum nächsten Patienten. Sie rennen, als könnten sie dem gleichmütig penetranten Ton entkommen, dem Ton, der sie durch Tag- und Nachtdienst jagt, der sich in ihr Leben eingenistet wie der Pfeifton eines zerstochenen Trommelfells.

Ich stehe auf dem stillen Vorplatz, der plötzlich unter dem bösartigen Geheul einer Krankenwagensirene zu bersten scheint. Eine hochschwangere Frau wird vorübergetragen. Sie scheint sehr jung und wenig zu wissen um die Dinge, die sie erwarten. Noch einmal suche ich Dr. Hat sie doch Zäpfchen mitsamt Stanniolpapier in ihren hoch wohlgeborenen Hintern geschoben.

Der Kran ruht mit erhobenem Greifer, als sei der Mann am Kontrollhebel inmitten seiner Tätigkeit, von Kugeln getroffen, zusammengebrochen. Es riecht nach Maggisuppen und angebrannten Zwiebeln. Vereinzelt hört man das scharfe Knirschen steifsohliger Skistiefel auf Eis und Asphalt.

Die englische Kaminuhr auf Dr. Albertinis Schreibtisch bimmelt ein jämmerliches Fis. Er sieht mich an, als sei ich das Pendant zur schwachsinnigen Prinzessin.

Eine klarsichtige Furcht befällt mich, eine Furcht, die ich nicht mitteilen kann, selbst wenn es mir gelänge, sie zu formulieren, ihr begreifliche, gültige Namen zu geben. Es ist die gleiche klarsichtige Furcht, die mich schon einmal befallen: Albertinis empörten Zweifel hinter zusammengekniffenen Lidern vor mir, auch die valiumgefütterten Höhlen der Psychiatrischen, höre eigene lahme Rechtfertigungen.

Da gluckern die parapsychologischen Wörter durchs Vokabular, um sogleich ihres Sinnes beraubt zu werden. Die von Holzwürmern zernagten Parapsychologie-Lehrstühle stehen wieder sperrmüllfertig. Albertini wäscht seine Hände, er bürstet sie ausgiebig, reibt jede Fingerkuppe und jeden Nagel, greift seine Krokodilledertasche, eilt zur Tür, sagt: Schweigend fahren der Mann und SIE.

Nichts da mit der Koketterie des Beiseitetretens, des dezenten Zurückbleibens hinter neuen Namen, nichts da mit Verschüchterung preisender Identitätsverneinung. Die Parkplätze im grauen Vorhof waren, bis auf drei an Ketten geschlossene Fahrräder und zwei Mittelklassewagen, leer. Auf den Korridoren rumorte der Schichtwechsel, Türen schmetterten in Schlösser, das Klappern der Holzpantinen hallte zwischen das säuberlich trockene Klicken hoher Absätze. Der ungezügelte Lärm deutete keinesfalls auf das Vorhandensein von Kranken oder gar Frischoperierten hin.

Wie lange sollen wir noch warten. Beim dritten Anlauf, der mir ein kurzes Aufstöhnen entlockte, klärte sich das ergrimmte Antlitz auf, es strahlte sozusagen, nahm die gelegentliche Schwäche der neuen Patientin wohlgefällig entgegen und war beim ersten Tropfen Blut geradezu freudig erregt. N u n nahm das Rund des Gesichts, insbesondere Nasenflügel und Stirn, speckigen Glanz an; das von Hautfalten verhangene, lidlos scheinende Auge irrte ratlos umher.

Meine Dienstzeit ist um", zeterte sie und rammte mit neuer Kanüle den rechten A r m , winkte mit freier Hand eine im Türrahmen lümmelnde Junge herbei. Ich wähnte mich in mittelalterlichem Verlies, überfallen von Megärenschwärmen, die unter der Fuchtel eines diabolischen Zeiteinsparers ihre Blutegeltätigkeit im geübten Doppel vornehmen.

Nachdem die Alte drei Röhren gefüllt, rannte sie davon, bellte: Nach der Operation kommen Sie sowieso auf die Intensivstation. Die Junge schob das Tablett auf einen Hüftknochen, maulte: Sie operieren erst morgen früh. Er sah zur Decke, feixte: Es schien zwischen Backenknochen und Nasenwand gerutscht, während das linke den Eindruck vermittelte, auf das tiefer gelegene herabzusehen, und da sie weit auseinandergelegen, meinte man, zwei wohlproportionierten Gesichtshälften zu begegnen, die zufällig aufeinandergetroffen und stümperhaft zusammengefügt worden waren.

Selbst Haaransatz und Mundwinkel blieben von der freizügig expressionistischen Verschiebung nicht verschont.

Von der Herzlichkeit angezogen, übersah man das Kontrollauge. Die seltsam geknüpfte Uneinigkeit beugte sich herab, zeigte rechtsseitig ein anheimelndes Lächeln, sagte: M i t Taschenspielergeschwindigkeit wies er eine Spritze vor, stach die Nadel mit trefflicher Unbefangenheit in bekannter Manier in den dünnen Muskel des rechten Oberarms.

Das dürfen Sie nicht. Verdutzt steht sie, glotzt, zwei-, dreimal nach Luft schnappend. Kichern überfällt mich, erst luminalverdusselt und milde, dann unbeherrscht, hemmungslos, beleidigend. Nichts mit der Stadt zu tun, ich kenn' sie gar n i c h t. Einfältig späht sie auf mich herunter. So steht sie, jenem Alptraum entwichen, in dem man ein stummes, abweisendes Wesen um Hilfe ansucht.

Er stakst an mein Bett, 79 flüstert: Sein Kopf schnellt hoch, als hätte ihn ein Pferd getreten. Die hohe Stirn knüllt sich zusammen, nachdenklich sieht er in den Hof.

Nachdem er eineinhalb Seiten stenographierend gefüllt, sinkt das Heft, der Giraffenhals schlenkert. Der Hals wippt Beifall. Das Knallen der Tür schreckt uns auf.

Die Kottbusserin steht, in den Boden gerammt, einbetoniert, Trommelwirbel der Entrüstung. Die Alte beginnt auf mich zuzustapfen, die Lippen formen Unhörbares, eine Nadel donnert in meinen Oberschenkel. Verstört starrt sie mich an, als hätte ich ein artistisches Zauberkunststück entzaubert. Die Giraffe nimmt Platz, scharrt unruhig, sagt: Sie hebt die Schultern, bis der Hals in vier Fettrollen gelegt, sagt: Ich war nie krank.

Das Gesicht nimmt den Ausdruck selbstzufriedener Beschränktheit an; das schrumplig lieblose Leben scheint auserwählt und beispiellos, es ragt heraus aus Siechtum und Krankheit, erhebt sich über Schmerz und Furcht und Tod. Sie drückt sich ums Tagebuch herum, Sie umschleicht es, mährt sich aus, zuckelt einher, druckst. Sie umkurvt es in gängigem Schlendrian, sie deutet, stellt dar und erklärt: Sie war nie von jener rauhen Selbstsicherheit, die man ihr häufig unterstellt und die der Umwelt als beurteilendem, zensierendem Gremium oft genehm - nein, eher abhängig, zweifelnd, zuweilen zimperlich ist sie, dann wieder rüde und aggressiv, einem oft hakenschlagenden, doch selbstmörderischen Hasen ähnlich, der, ernstlich gefährdet, die Gerade einschlägt.

Macht sie sich hingegen brüllend Luft, so wird sie den Brüller erklären, sie wird die Notwendigkeit des Brüllens diskutieren, weil sie 82 ohne ein Minimum an Zustimmung und Wohlgefallen nicht auszukommen scheint. Sie setzt sich aus einer Unzahl unzusammenfügbarer Partikel zusammen und hat es seit längerer Zeit aufgegeben, mit ihnen zu kokettieren.

Doch, wie man ahnt, die Klebstellen lösen sich bei leisester Belastung. So hofft sie, durch Gesprächigkeit nicht zu zerreden, sondern das Unzusammenhängende ihrer Noch-Existenz zusammen-zureden. Also stellt sie sich der nahen Umgebung als leichten Schwankungen unterworfene Einheit dar, doch Gewitzte und auch Eingeweihte wissen um ihre fehlschlagenden Bemühungen, um ihre flattrige Entzweiung und Zerstücklung, um das dürre Band ihrer sporadischen Selbstdisziplin.

In ihren mutlos-verängstigten Zuständen klammert sie sich an Mensch, an Haus, an Gegenstand, an die nächste Minute. U n d obwohl sie mit einem Urteil lebt, hat sich vieles - und das ist unglaublich für sie - nur peripher verändert. Ihre spannungsgeladene Verschachtelung ist erhalten geblieben. Noch immer kauert sie reglos vor dem Auftritt eines zwerghaften Dämonen, der Angst plus Aggression verbreitet.

Die Gewohnheiten ihrer Partikel scheinen unverändert, unantastbar, schock-immun. Ihre Redseligkeit entstammt zuweilen der Angst vor dröhnenden Pausen, vor der Schwerfälligkeit leerer oder suchender Blicke. Sie begeistert sich schnell, ist gefährdet und gefährlich, wie alle Begeisterten, wenn sie zwangsläufig enttäuscht.

Sie sind nicht der Fetus, der irgendwann als Tat geboren, sie sind die Tat selbst. Sie hat Ansätze von Mut, doch hält Entschuldigungsschreiben parat. Wann immer sie als Schauspielerin oder Chansonsängerin in Aktion tritt, kommt ihr die Strahlerei zu Hilfe, im privaten Kreis jedoch scheint das Strahlen gleich einem Mundgeruch.

Er stört, belästigt, beleidigt. Neigung und Abneigung, Zartbesaitetes wie Grobkörniges teilen sich ungesprochen mit.

Du strahlst das aus - meint sie nichts Gutes. So sitzt sie auf ihrer Strahlerei wie ein Insekt auf der Spraydose und befetzt ihre Umgebung mit dem giftigen Regen ihrer exzentrischen Ausbreitung. Sie läuft durchsichtig wie eine geputzte Fensterscheibe und wartet auf den Stein. In selbstkritischen Stunden klammert sie Dämonen und Parapsychologisches aus, setzt anstelle: Da hatte eine Lehrerin im eingewurzelt barschen Beil-Ton die Viererreihenaufstellung angeordnet und die pausierende, stullenknatschende Klasse gleich getreidemahlender Eselherde vor sich hergetrieben.

Bis zu ihrem ungefähr sechzehnten Lebensjahr brachte die Strahlerei ausnahmslos Ärger. Doch dann folgte die Strahlerin einer 85 keineswegs dümmlichen Intuition; sie wurde Schauspielerin, und siehe da, hier erwies sich die widernatürliche, unheimliche und deshalb gedroschene Strahlerei als Geschenk. Sie war, neben noch ungeschliffener, darstellerischer Fähigkeit, genannt: Talent, die Voraussetzung und Bedingung.

Selbst Talentsucher und Entwickler, kurz: Nach ersten Erfolgen versah man die Strahlerei mit einem standhaft gültigen Namen, man nannte sie: Doch zurück zur Strahlenbefallenen: Berufliche Anerkennung schien den Strahlenradius zu erweitern, öffentliche Ablehnung wiederum engte ihn ein, und bei längerer Untätigkeit wandte er sich gleich einem Bumerang 86 gegen die Trägerin und begann sie schwärzlich einzufärben.

Im Laufe ihrer nomadenhaften Existenz hatte sie jene kennengelernt, die Karriere gemacht und die allesamt von mehr oder weniger aufdringlicher Strahlerei befallen zu sein schienen. Da sie von oft portierhafter Neugier, machte sie sich auf den Weg und suchte halbwegs Befugte auf; sie begab sich zur spiritistischen Vereinigung Englands, ansässig London S. Dort ging es geordnet zu. Jedes Stockwerk beherbergte seine spezielle spiritistische Truppe. Hier verstand man sich auf das Lesen unbesonnener, in welcher Sprache auch immer gedachter Gedanken und zog harmoniefördernde Konsequenzen.

Man führte sie kurzerhand an einer Reihe Wartender vorüber und setzte sie in einen karg ausgestatteten Raum. Bevor sie noch verärgert das Weite suchen konnte, trat ein schmales Männlein herbei. Erfüllt von neuer Sicht, Einsicht und uneingeschränktem Enthusiasmus, suchte sie das Oberhaupt auf. Diele und Gänge der im Parterre gelegenen Wohnung waren düster und verwinkelt und, bis auf eine chinesische Bank, möbelfrei.

Er führte sie in einen saalähnli88 chen Raum, in dem ein zerfranster Sessel, zwei wacklige Rokokostühlchen und eine rotglühende Heizsonne standen, bedeutete ihr, ihm gegenüber Platz zu nehmen. Auf alle Fälle stimmte des Oberhaupts beiläufig gemurmeltes Urteil mit dem des Männleins überein, wurde jedoch aufgefüllt mit bestürzenden Nachrichten betreffs Wirbelsäule und vegetativen Nervensystems.

Sein Gesicht, oder das, was vom üppigen Bartwuchs freigelassen war, wies deutliche Spuren einer Anstrengung auf. Die Asche in die leere Zigarettenschachtel klopfend, verabredeten sie sich zu einem unspiritistischen Whisky.

Das Begebnis hatte keinesfalls ihren streberhaften Eifer befriedigt. Am gleichen Abend noch eilte sie zu einem Heilungstreffen, das in einem Vorort Londons stattfinden sollte. Ein Mann, in eine Unzahl von Wollschals gehüllt, faltete unablässig eine überdimensionale Zeitung, kam vor Knicken, Legen, Falten, Streichen nicht zum Lesen, eine neben ihm sitzende Frau strickte mit dunkelgrauer Wolle an einem nicht vorausbestimmbaren Kleidungsstück.

Selbst das heftige Schlagen einer unsichtbaren Tür blieb unbemerkt. Lautlos, als fürchte es, Schlafende zu wecken, schlich ein blutarmes Wesen unbestimmten Alters auf das winzige Podium und seufzte. Ihre geduckte Haltung beibehaltend, nahmen die Anwesenden gleich schläfrigen, doch lauernden Hunden die Mitteilung entgegen.

N u n sprang mit federndem, beinahe tänzelndem Schritt ein junger Neger aufs Podium, forderte Erkrankte auf, sich ihm zu nähern. Die Blutarme stand an ein uraltes Harmonium gelehnt und verfolgte, ihre Nase unablässig mit einem Taschentuch betupfend, das spiritistische Heilungsbemühen.

Der Neger schüttelte seine Hände, drehte die Alte zum Publikum und schob sie von sich. Ohne sichtbare Veränderung rutschte sie in ihre Bank zurück, zerrte eine Wollmütze über den fast kahlen Kopf, fummelte an Mantelknöpfen und Einkaufstasche, kam nach einigem Räuspern zur Ruhe.

Nachdem der 90 Neger sämtliche Anwärter befühlt und beklopft, ging er schwankend, auf die Blutarme gestützt, vom Podium und verschwand. Die Gemeinde begleitete den Abgang mit kleckerndem Beifall; sie setzten sich auf, als erwarteten sie nach erstem unbefriedigendem Geplänkel den vielversprechenden Hauptteil des Abendprogramms.

Sogleich machte sich ein unansehnlicher Knabe daran, eine löchrige Leinwand aufzuhängen und einen mm-Film-Projektor aufzubauen. Nachdem der Projektor abgebaut, die Leinwand zusammengerollt, betätigte der Knabe das Harmonium. Der bisher teilnahmslos sitzende Zeitungsleser sang laut und inbrünstig, auch textsicher, während die anderen mit wackligen Stimmen hintennachschleppten, dann kramten sie Stricksachen, Einkaufstaschen und Schals zusammen und schlurrten in einen schmuddligen Nebenraum, in dem Kräutertee und Kekse gereicht wurden.

Sie war zutiefst enttäuscht. M i t dem ihr eigenen Hoffnungswahn, der selbst vor der Lächerlichkeit nicht sogleich kapituliert, ging sie anderntags zu einer spiritistischen Operation. Die sollte in einer Wohnung in Londons East End stattfinden.

Nachdem sie zaghaft geklopft, trat eine liebenswürdige, doch aufgelöste Frau, deren linkes Auge von einer schwarzen Klappe verdeckt war, auf den Gang, legte zwei Finger auf den gespitzten Mund und zog sie in eine rotbeleuchtete Diele. Ihre Arme waren nach vorn gestreckt, als sei sie im Begriff, etwaige Gleichgewichtsstörungen prüfen zu lassen. N u r reden, wenn sie fragt! Das entschiedene Nein der zu Operierenden versetzte in Aufruhr. Die Babyblaue stand qualvoll schnaufend in Blindekuh-Spiel-Haltung.

Die Einäugige nahm die Aura-Operierte bei der Hand, sagte: Die Operation ist gelungen. Die Schreiberin hat sich ein Auto gekauft. Sie hat ihren Führerschein gemacht.

Sie schuldet sich Aktivität, auch Unabhängigkeit. Sie liest keine Zeitungen mehr. Sie bebt affektgeladen beim Euthanasiegeplausch der noch krebsfreien Munter-Feisten, die ihr hormon- und antibiotikabepflastertes Nutzvieh speisen, ihr Insektizidengemüse löffeln, Beruhigungspillen knatschen, unter Höhensonnen faulen und mit dem abgebrühten Z w i n kern des Weltverständnisses die Übervölkerung beklagen, den Carcinomen Hände schütteln, der Rüstung beipflichten, der Forschung ein Bier spendieren.

Sie haben viel Blut verloren. Wissen noch nicht, was los. Im Türrahmen innehaltend, glotzt sie auf den Zusammengekauerten. Der kocht, brodelt, tobt von Geschäftigkeit. Drei sorglos schwatzende Frauen in monströsen Morgenröcken lehnen an der Wand, schielen mit lüsternem Interesse den Abtransporten nach.

Die hört nicht, rennt schnurstracks in eine Nachttopftragende hinein. Es scheppert und klirrt, stinkt nach Kot und U r i n. Drei Schwestern preschen mit aufgezogenen Spritzen umher, karren Infusionshalter, zwei weitere knallen Tabletts in einen Kantinewagen. Über mein Bett hinweg bellen sie: Der Lärm ohrfeigt mich, hämmert auf mir rum.

Das ehemals heitere Wiesen-, Schilf-, auch Seegrün ist eingedickt, eingetrübt, verfilzt; finster-trübes Aas-Eiter-Schimmel-Grün saugt mich auf und ein. Weder das Kontrollauge noch das herzliche teilen mit, distanziert und zugeknöpft peilen sie Unsichtbares an.

Olivens Vorhof des Todes. Ich kann nicht atmen. Etwas schurrt um mich herum. In meinem Bauch brennt's lichterloh. Eine feuchtkalte Hand tastet meine Hüfte ab, eine Nadel sticht irgendwo. Hölle, deren Wände Schmerzen abgeben, immer neue, unbekannte, nie gekannte; durchpulst von Schmerzen, von gurgelnden Schreien, im Ansatz abgebrochenen Schreien.

Sie sägt den Kopf auseinander, trommelt auf Schläfen, näht die Lippen zusammen, quetscht letzten Atem heraus. In meiner Mundhöhle gluckst: Kehre heim zum Kriegsjargon, zum Krieg. Er robbt heran mit seinen Schreien, seinem Röcheln, mit Bildern von aufgerissenen Bäuchen, blutenden Därmen.

Noch einmal sehe ich seinen Hinterkopf, das Haar gekämmt, mit engzahnigem Kamm. Mein Schrei rutscht in einen brennenden Bauch, drischt mich in langsam anrollende Ohnmacht, wahnwitzige Ohnmacht, in der ein gepunktetes Kleid auf langen Beinen Samba tanzt.

Augen in schwarze Streifen gebettet. Ich würge, schlucke, im Bauch nagen Ratten, gierig fressende Ratten. Bett mitten im Raum, wie abgestellt, Fahrt unterbrochen. Kleinmütiges Quaken - Winseln aus verklebtem Mund. Schlachter messer im Bauch, kreisende mit schmalen Klingen, mit Widerhaken; zwei breite runde knirschen unablässig, Gips wie Betonplatten. Mathilde nickt, huscht fort. Rotes, dichtes Haar verdeckt Krokodilgrün. Müde, samtdunkle Augen kommen näher und näher. Plötzlich sind Männer feindlich, folternd, rachsüchtig.

Mein Bauch wie Tragballon unter Panzerkette. Noch einmal das Räuspern, dann harte kurze Schritte. Mathilde hockt demütig still. Ihr graublondes Haar am Haubenrand zerzaust.

Klare schöne Linien, zart, unauffällig. Mathildes männerloses, kinderloses Leben. Mathilde, die postnarkotische Beichten abnimmt. Beichten, die kein Beichtvater je vernommen. Gestammelte, verzweifelte, in ihr unauffälliges Gesicht geschleuderte. Mathilde sieht auf die klobige Armbanduhr, kontrolliert Infusionsschläuche, Absaugschläuche, schiebt Thermometer unter meine linke Achsel.

Keiner war so lang auf der ,Intensiv'. Beinah sechs Tage schon. Nachts ein Lichtschein hinter gegenüberliegender Glasscheibe ein zweites Bett - daneben ein Arzt - ein Frauenkopf richtet sich auf.

Sie lächeln sich zu, verschwörerisch. Das Licht verglimmt gleich zittrigem Gasstrumpf. Grüne Kittel umflattern mich, sie knistern aufgeregt. Mit dem Währungsrechner können Sie sich die aktuellen Währungskurse beliebiger Devisen anzeigen lassen.

Mit einem Klick können Sie das jeweilige Währungspaar tauschen und bekommen den Kurs andersherum angezeigt. Der Währungsrechner gibt automatisch die Umrechnung der Devisen Kurse aus.

Sie können jetzt mehrere Währungs Umrechnungen hinter einander berechnen lassen. Da es keine "natürlichen" Wechselkurse gibt - abgesehen von den wenigen Währungen, die feste Wechselkurse haben —, legen jedes Land, jeder Händler und jede Einrichtung seine oder ihre eigenen Geld- und Briefkurse fest. Allerdings sollten unsere Wechselkurse nicht herangezogen werden, um präzise Devisengeschäfte zu tätigen — falls Sie mit Währungen handeln, um Gewinne zu erzielen, sind die Kurse bei Ihrem Devisen Broker entscheidend.

Sie können diese Währungskurse jedoch gerne mit unseren Kursen vergleichen. Die Genauigkeit unserer Wechselkurse sind aber für Interneteinkäufe, private Finanzen und Schätzungen grundsätzlich ausreichend.